Die Gemeinde Zufikon hat gut gewirtschaftet im vergangenen Jahr. Dank einer strikten Kostenkontrolle schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Gewinn von gut 660 000 Franken ab. «Dieses Geld fliesst ins Vermögen der Gemeinde», bestätigt Finanzverwalter Hanspeter Füglistaler.

«Wir werden das Geld gut gebrauchen können», ergänzt Gemeindeammann Christian Baumann. Er spielt damit auf die bevorstehenden Auslagen der Gemeinde ab diesem Jahr an: Landkauf zur allfälligen Schulerweiterung für 1,4 Mio. Franken, Hochwasserschutzkonzept für 1 Million, Planung eines Neubaus, anstelle des alten Kindergartens, an der Ibisguetstrasse für eine weitere Million und ein neues Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr.

«Am Ende der Legislatur werden wir vermutlich kein Vermögen mehr haben», meint Baumann.

5,6 Mio. Franken Vermögen

Bis zum Ende der Legislatur, 2021, läuft aber noch viel Wasser den Sädel und das Belvédère hinunter, durch die Wohnquartiere und Landwirtschaftbetriebe des Dorfes. Was den Hochwasserschutz anbelangt, gibt es zum Glück vom Kanton keine zeitliche Vorgabe.

Ausserdem war der Gemeinderat so gewieft, die Mehrwertabgaben von über 2,3 Mio. Franken ins Nettovermögen zu überführen, bevor die kantonale Verordnung über die Mehrwertabgabe mit ihren Abzügen zugunsten der Kantonskasse (zu)greifen konnte. So beläuft sich das Vermögen der Gemeinde per Ende 2017 auf mehr als 5,6 Mio. Franken netto.

Dies bei einer Bilanzsumme von knapp 67 Millionen und einem Umsatz von 19. «Mit 19 Millionen Umsatz sind wir definitiv ein mittleres, kein kleines Unternehmen, wenn wir uns mit anderen KMU vergleichen», betont Baumann.

Und Füglistaler ergänzt: «Dabei eine Budgetabweichung von 200 000 Franken auszuweisen, spricht von einer sehr guten Finanzplanung. Vor allem, weil es bei einem Gemeindebudget mehr Unbekannte gibt, als in einem profitorientierten Wirtschaftsunternehmen.»

Keine Information vom Kanton

Einer der unsicheren Faktoren sind die Steuereinnahmen. Im Berichtsjahr wurde das Budget zwar um 416 000 Franken übertroffen, aber mit einer Steuerkraft von knapp 3000 Franken pro Kopf und einem Steuerfuss von 85 % brächte eine Wirtschaftsflaute auch Zufikon in Bedrängnis.

«Darum wäre es für unsere Planung wichtig, Grundbuchänderungen vom Kanton kommuniziert zu bekommen», sagt Baumann.

«Aber die berufen sich auf den Datenschutz. Jetzt bin ich im Clinch mit diesen Schreibtischtätern, weil sie meinen, ich wolle das Steuergesetz aushebeln. Aber es geht ums Grundbuch. Wenn ich weiss, dass einer ein Haus in Zufikon für zwei Millionen gekauft hat, dann hilft mir das doch bei der nächsten Budgetierung der Steuereinnahmen.»