Rottenschwil/Besenbüren
Geplanter Doppelkreisel an der heiklen Mohrentalstrasse rückt einen Schritt näher

Der Abschnitt der Kantonsstrasse im Gebiet zwischen Rottenschwil und Besenbüren ist ein Unfall-Schwerpunkt. Der Kanton plant dort deshalb einen Doppelkreisel und Massnahmen für die Velofahrenden. Derzeit liegt das Projekt öffentlich auf.

Marc Ribolla
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Bei der Abzweigung Mohrentalstrasse/Hauptstrasse in Rottenschwil soll ein Kreisel entstehen.

Bei der Abzweigung Mohrentalstrasse/Hauptstrasse in Rottenschwil soll ein Kreisel entstehen.

Melanie Burgener (26.8.2021)

Wer auf der Mohrentalstrasse, der K260, mit dem Auto oder dem Velo unterwegs ist, der muss auf einem Abschnitt besonders auf der Hut sein. Innert wenigen Metern folgen zwei heikle Kreuzungen. Von Hermetschwil kommend zuerst der Knoten mit der Einmündung von Besenbüren her, danach folgt kurz darauf die Abbiegung nach Rottenschwil.

In regelmässigen Abständen kommt es in jenem Bereich zu Unfällen an den Kantonsstrassen. Oftmals geht es mit Blechschäden glimpflich aus. Allerdings gabs seit 2015 auch acht Unfälle mit verletzten Personen am Knoten Rottenschwil/Mohrentalstrasse. Das etwas geschehen muss, ist deshalb klar.

Seit über zehn Jahren befasst sich der Kanton diesbezüglich mit einem Projekt, das für mehr Verkehrssicherheit sorgen soll. Nun liegt das Auflageprojekt in den beiden Gemeinden Rottenschwil und Besenbüren noch bis zum 5. April auf.

Neuer Radweg und neue Bushaltestellen

Bekannt war bereits, dass im betroffenen Abschnitt neu zwei Kreisel vorgesehen sind. Jeweils bei den erwähnten Einmündungen. Ein Kreisel weist einen Durchmesser von 32 Metern auf, der andere wird 36 Meter betragen. Ausserdem wird auch die Mohrentalstrasse zwischen den neuen Kreiseln auf einer Länge von 210 Metern saniert.

Für die Velofahrenden wird die Radroute besser ausgebaut. Auf der K359 in Richtung Besenbüren wird 100 Meter lang ein Radstreifen markiert. Neu gibt es auch einen kombinierten Rad- und Gehweg parallel zur Mohrentalstrasse und weiter auf der K358 in Richtung Rottenschwil mit einer Länge von 330 Metern.

Für die Benutzerinnen und Benutzer des öffentlichen Verkehrs ändert sich die Anordnung der Haltestellen beim Abbieger nach Rottenschwil. Die bestehende Bushaltestelle, die als Bypass ausgebildet ist, wird aufgelöst. Stattdessen ermöglicht eine neue Anordnung von drei behindertengerechten Bushaltebuchten das Umsteigen der Linien 245 (Zürich-Muri) und der Linie 341 (Wohlen-Muri).

Tempolimit soll bei 60 km/h bleiben

Im technischen Bericht zum Projekt wird erklärt, dass als neuer Deckbelag kein lärmarmer Belag eingebaut werden wird. Denn das Gebiet ist im Ausserorts-Bereich gelegen mit entsprechend wenig Lärmbetroffenen. Es heisst aber:

«Die zwei Kreisel sollten jedoch eine Temporeduktion bewirken, welche sich auch positiv auf den Strassenlärm auswirken kann.»

Der aktuelle Belag hat mittlerweile bereits ein Alter von 25 Jahren erreicht. Keine Auswirkungen haben die neuen Kreisel auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit rund um die Kreisel und dazwischen werde wie in der aktuellen Situation mit 60 km/h beibehalten, so der Bericht.

Allgemein werden die betroffenen Fahrbahnen ausgebaut und verbreitert. Die Breite pro Fahrspur wird neu zwischen 3 und 3,25 Meter betragen, diejenige des neuen Radweges 2,50 Meter.

Besenbüren erhält eine gestaltete Ortseinfahrt

Bearbeitet wird im kombinierten Projekt wie erwähnt auch die K359 bis nach Besenbüren. In den Unterlagen heisst es dazu: «Als Übergang in den innerorts Bereich soll mit hohen Bäumen eine Ortseinfahrt gestaltet werden. Dazu wird die Generell-50-Signalisation etwa 30 Meter weiter in Richtung ausserorts verschoben.»

Für die Projekte muss der Kanton total rund 6200 Quadratmeter Land erwerben. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Bauarbeiten im Frühling 2023 beginnen und zwischen sechs und zwölf Monaten dauern. Die Kosten werden auf rund 8,2 Millionen Franken veranschlagt.

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