Merenschwand und Sarnen haben etwas gemeinsam: Sie sind stolz auf ihre Doris. Denn die erst vor kurzem zurückgetretene Bundesrätin Leuthard ist Ortsbürgerin von gleich beiden Gemeinden. Von Merenschwand von Geburt an, von Sarnen durch die Heirat mit ihrem Mann Roland Hausin 1999.

Der Hauptort des Kantons Obwalden will Leuthard nun besonders auszeichnen und wird sie am 7. Mai, so die Einwohner sich nicht dagegen auflehnen, zur Ehrenbürgerin ernennen. «Doris Leuthard hat Ausserordentliches geleistet und als Bürgerin von Sarnen den Namen Sarnen in die ganze Schweiz getragen», begründet der Gemeinderat seine Absicht in einer Mitteilung. Leuthard freuts: «Es ist eine unerwartete Ehre durch den Sarner Gemeinderat», sagt sie auf Anfrage der «Obwaldner Zeitung».

Merenschwand kann die Wahl von Leuthard zur Sarner Ehrenbürgerin gelassen nehmen. Denn was Sarnen jetzt tut, ist in der Freiämter Gemeinde bereits kalter Kaffee. Es ist gar so lange her, dass es bei einigen schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Fakt ist, bereits Mitte Dezember 2009, also kurz nach ihrer Wahl zur Bundespräsidentin, haben die Einwohner von Merenschwand ihre Doris zur Ehrenbürgerin ernannt. Mit grossem Applaus, wie die anwesenden Chronisten damals festhielten.

Kritischer wird die verliehene Ehre in Sarnen aufgenommen. Altnationalrat Christoph von Rotz (SVP) wittert eine CVP-Wahltaktik. Seines Wissens habe noch nie jemand in Sarnen das Ehrenbürgerrecht erhalten. Obwohl: «In Sarnen lebten und leben viele Bürger, die Grosses geleistet haben.»

Doris Leuthard – ihre Karriere in Bildern: