Muri

Schlechter Baugrund: Die Gemeinde muss beim Kunstrasenplatz über die Bücher

Schlechter Baugrund verlangt nach weiteren Abklärungen.

Schlechter Baugrund verlangt nach weiteren Abklärungen.

Der Boden in den Bachmatten hat eine schlechte Tragfähigkeit. Deshalb müssen in Muri Kosten und allenfalls alternative Standorte überprüft werden.

Der Baugrund für das in den Bachmatten in Muri geplante Kunstrasenfeld weist eine schlechte Tragfähigkeit auf. Das hatte das beauftragte Ingenieurbüro dem Gemeinderat bereits mündlich mitgeteilt, weshalb die Planungsarbeiten für das Kunstrasenfeld mit Betriebsgebäude vorerst sistiert und die Öffentlichkeit entsprechend informiert wurde.

Jetzt liegt der schriftliche Bericht zur Baugrunduntersuchung vor, die immerhin zeigte, dass es in Sachen Altlasten keine Überraschungen gibt. Der Gemeinderat hat das Ingenieurbüro mit weiteren Abklärungen beauftragt, um die Höhe der zu erwartenden Mehrkosten zu beziffern, hält er in einer Mitteilung fest.

«Sobald diese Informationen vorliegen, muss unter Einbezug aller Fakten und involvierten Ansprechpartner entschieden werden, ob die Realisierung des Kunstrasenfeldes im Rahmen des bewilligten Verpflichtungskredits noch möglich und auch zielführend ist.» Falls alternative Standorte geprüft werden müssten, werde der Gemeindeversammlung im Sommer 2020 ein neuer Verpflichtungskredit vorgelegt.

Die Planung und der Bau eines Kunstrasenfeldes waren schon länger im Investitionsplan vorgesehen, aber immer wieder hinausgeschoben worden. An der Einwohnergemeindeversammlung vom November 2018 fanden schliesslich ein Kredit für das Kunstrasenfeld mit Beleuchtung von 1,6 Mio. Franken und eine gute Million Franken für ein Betriebsgebäude für die Aussensportanlagen Zustimmung.

Bei der Sportstättenplanung erhielt das Kunstrasenfeld erste Priorität, weil der FC Muri seine Trainingsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren auf verschiedene zusätzliche Plätze ausdehnen musste. Bei schlechter Witterung könnten zudem alle Spielplätze nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Ein Kunstrasenfeld würde den Hallenbelegungsplan entlasten, womit auch andere Vereine von dieser Investition profitieren würden, argumentierte der Gemeinderat.

Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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