Kapo-Standorte

Sicherheit zum Dumping-Preis

Die Kantonspolizei streicht vier weitere Standorte.

Die Kantonspolizei streicht vier weitere Standorte.

Mit dem Konzept «Kapo 2020» wolle man die Handlungsfreiheit der Kantonspolizei für die proaktive Verhinderung und für die Aufklärung von Straftaten erhöhen, begründet die Regierung das, was derzeit im Gange ist. Die Kantonspolizeiposten würden von 17 auf 9 reduziert, damit die nötigen Polizistinnen und Polizisten für die zusätzlich geplanten Patrouillen zur Verfügung stünden, wird der Bevölkerung erklärt.

Man darf davon ausgehen, dass die Sicherheit unter dem neuen Konzept nicht leiden wird. Die Aargauer Kantonspolizei beweist seit Jahren, dass sie diese auch mit vergleichsweise knappem Personalbestand und Finanzbedarf zu gewährleisten imstande ist.

Man sollte der Bevölkerung gegenüber dennoch ehrlich sein. Das Konzept «Kapo 2020» mag verschiedene strategische Optimierungen bringen. Dennoch ist es eine Sparübung – der Versuch, die Leistungsfähigkeit der Aargauer Kantonspolizei auch mit (noch) knapper werdenden Mitteln zu erhalten.

Der Standortentscheid für den verbleibenden Freiämter Polizeiposten ist ein weiterer Beleg für diese Behauptung: Muri ist letztlich weniger aus strategischen als vielmehr aus finanziellen Überlegungen zum Zug gekommen. Sicherheit für die Region zum Dumping-Preis. Oder so.

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