Wohlen
Sportpark Bünzmatt erhält überwältigende Mehrheit

Die Sanierung der Badi wurde mit 79,1 Prozent gutgeheissen, dem Bau der neuen überdachten Eisbahn stimmten an der Urne 75,5 Prozent der Stimmberechtigten zu. Für Nationalrat Matthias Jauslin zeigt das Resultat, «dass dass auch in Wohlen grosse Würfe möglich sind.»

Toni Widmer
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Matthias Jauslin, Nationalrat und Co-Präsident des Pro-Komitees (Mitte) diskutiert vor dem Eisbahnrestaurant das Abstimmungsresultat mit den Gemeinderäten: Bruno Breitschmid, Urs Kuhn (l.), Vizeammann Paul Huwiler, Ruedi Donat (r.).

Matthias Jauslin, Nationalrat und Co-Präsident des Pro-Komitees (Mitte) diskutiert vor dem Eisbahnrestaurant das Abstimmungsresultat mit den Gemeinderäten: Bruno Breitschmid, Urs Kuhn (l.), Vizeammann Paul Huwiler, Ruedi Donat (r.).

Toni Widmer

«Wohlen hat die Handbremse gelöst und den Vorwärtsgang eingelegt», freute sich Gemeinderat Urs Kuhn. So wie er dachten nach dem überwältigenden Ja zum Sportpark Bünzmatt am Abstimmungssonntag viele: «Endlich ein gutes Zeichen für den Aufschwung in Wohlen», postete – beispielsweise – Ex-Einwohnerratspräsidentin Ariane Gregor auf Facebook.

Das Abstimmungsresultat lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Für die Sanierung der Badi legten 2996 Stimmberechtigte ein Ja in die Urne, 793 waren dagegen. Das entspricht einer Zustimmung von 79,1 Prozent. Dem Neubau der Eisbahn stimmten 2843 Personen zu, 921 waren dagegen. Hier beträgt die Zustimmungsquote 75,5 Prozent.

Planung hat sich gelohnt

Für Nationalrat Matthias Jauslin, mit dem Projekt vorerst als Gemeinderat und danach als Co-Präsident des Pro- Komitees intensiv befasst, ein sehr positives Zeichen: «Das Resultat zeigt klar, dass auch in Wohlen grosse Würfe möglich sind, wenn es gelingt, ein Projekt gut aufzugleisen und man bestrebt ist, alle Parteien ins Boot zu holen.» Er freue sich sehr, dass «dieses Leuchtturmprojekt» nach einer intensiven, vier Jahre dauernden Planungsphase von der Bevölkerung so gut akzeptiert worden sei.

Vizeammann Paul Huwiler sprach von «riesiger Freude»: «Endlich ist es in Wohlen wieder einmal gelungen, ein Projekt nicht nur zu planen, sondern auch umzusetzen.» Das gute Resultat führte er unter anderem darauf zurück, dass alle Interessierten am gleichen Strick gezogen hätten, und auch darauf, dass das Projekt überzeugend sei: «Wir haben die Vorlage immer wieder hinterfragt, stets transparent informiert und auch allfällige Kritiken ernst genommen. Dieses Vorgehen hat letztlich zu einem wirklich guten Projekt geführt.»

Er hoffe jetzt, sagte Huwiler, dass man bei den weiteren anstehenden Grossprojekten wie Schulraumbau und Bahnhofgestaltung die Stimmberechtigten auf die gleiche seriöse Art und Weise von deren Notwendigkeit überzeugen könne.

Auch bei Patrick Amstutz, Finanzchef der Eisbahngenossenschaft, ist die Freude gross; «Das ist ein grandioser, ja überwältigender Entscheid. Darauf haben wir in den letzten sechs Jahren hingearbeitet. Endlich sorgt Wohlen wieder einmal für positive Schlagzeilen.»

Er sei überzeugt, erklärte Amstutz weiter, dass der Sportpark zur Attraktivitätssteigerung der grössten Freiämter Gemeinde beitragen werde. Für die Eisbahngenossenschaft gehe es jetzt erst richtig los. «Wir wollen unser Betriebskonzept wie geplant umsetzen und im Oktober 2018 für die Eröffnung der neuen Anlage bereit sein.» Er hoffe, dass die Technik der alten Eisbahn die letzten zwei Saisons noch einigermassen pannenfrei überdauere.

Die ersten Arbeiten für den Sportpark Bünzmatt sollen demnächst öffentlich ausgeschrieben werden. Der Baubeginn für die neue überdachte Eisbahn ist für Februar 2017 vorgesehen. Im Herbst 2018 soll die Anlage eröffnet werden. Mit der Erneuerung der Badi wird nach der Sommersaison 2017 begonnen. Im Juni 2018 soll das rundumerneuerte Schwimmbad eröffnet werden können. Kommentar rechts