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Staatskundetag: Das sagen Wohler Jugendliche zur Klimadebatte

Jungpolitiker diskutierten über das Klima am Staatskundetag der Bez Wohlen..

Jungpolitiker diskutierten über das Klima am Staatskundetag der Bez Wohlen..

An der Bezirksschule Wohlen gab es am Donnerstagnachmittag eine Podiumsdiskussion zum Thema Klima. Vertreten waren Politiker aller Jung-Parteien. Diese hatten bereits am Morgen mit den Schülerinnen und Schülern über verschiedene Aspekte der Klimadebatte gesprochen.

Das Klima ist zurzeit ein grosses Thema. Dies nicht nur bei Politikern, sondern auch bei vielen Jugendlichen. Am Donnerstag fand an der Bezirksschule Wohlen der Staatskundetag unter diesem Thema statt. Dafür kamen Vertreter verschiedener Jungparteien an die Schule und sprachen mit den Schülerinnen und Schüler über Aspekte der Klimadebatte. Am Nachmittag gab es anschliessend eine Podiumsdiskussion mit allen Politikern der Jung-Parteien. Bei dieser die Schülerinnen und Schüler nochmals die Chance hatten Fragen zu stellen.

Die Debatte eröffnete Moderator Fabian Hägler mit der Frage, wer alles dieses Jahr schon geflogen sei. Der Einstieg zum umstrittenen Thema Fliegen. Während Mitte-links eine Erhöhung der Flugkosten befürwortete, fand vor allem Ramon Hug von der JSVP eine solche Preiserhöhung problematisch. Er sagte: «So wird die Schweiz zu einer Zweiklassengesellschaft.

Wohlhabende Leute wird dies nicht vom Fliegen abhalten. Wir schaden damit nur den unteren Schichten, die weniger Einkommen haben.» Auch bei den weiteren Fragen waren Stephan Bättig (JCVP), Patricia Hegglin (Juso) und Nicola Bossard von den Jungen Grünen meist gleicher oder zumindest ähnlicher Meinung. Sie standen der Jungfreisinnigen Evelyn Motschi und Ramon Hug (JSVP) gegenüber, die eine verbotsfreie Politik befürworten.

Provokante Fragen von den Schülerinnen und Schülern

Die Politiker und Politikerinnen waren nicht die Einzigen, die sich zum Thema geäussert haben. Denn nach der Debatte begann die Fragerunde. Die erste Frage ging an die Linken. Einer der Jugendlichen fragte: «Warum nicht in kleineren Schritten zum Ziel, anstatt alles auf einmal umkrempeln zu wollen?» Darauf antwortete Nicola Bossard von den Jungen Grünen: «Weil die kleinen Schritte schlichtweg nicht genug sind. Wir müssen unser Wirtschaftssystem umstrukturieren, und zwar so schnell wie möglich.»

Darauf folgten ein paar allgemeinere Fragen über CO2-Austoss, was die Politiker als wichtigstes Thema empfinden oder was sie von SpaceX halten. Erst die letzte Frage war wieder an jemanden konkret gerichtet. Nämlich an Ramon Hug. Einer der Zuschauer fragte ihn: «Wie fühlt es sich an, von der Autoindustrie gesponsert zu werden?» Auf die etwas eher provokante Frage hatte der JSVP-Politiker sofort eine Antwort bereit. Er sagte: «Geld von verschiedenen Lobbys zu erhalten, finde ich nicht weiter pro­blematisch, solange man dies transparent offenlegt.»

Den Jugendlichen ist das Klima wichtig

«Die Klimapolitik ist sehr wichtig. Es geht immerhin um die Zukunft von uns allen», sagt der Bezirksschüler Manuel Schläpfer. Auch sein Kollege Navid Sayedi stimmt ihm zu. «Das Klima ist immerhin etwas, dass uns alle betrifft.» Ihrer Meinung nach, sollten Firmen weniger gewinnorientiert handeln und auch mal etwas klimapolitisch denken.

Die Schüler finden aber, dass man nicht alle Vorschläge der Linken sofort umsetzen sollte. «Klar sollten wir weniger Fliegen und mehr Zug fahren. Es gibt aber auch Orte die man mit dem Zug nicht erreichen kann und Leute, die aus geschäftlichen Gründen fliegen müssen», schildert Manuel Schläpfer.

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