Wohlen

Statt maximalem Gewinn: Badi und Eisbahn sollen sozial sein

Die Badi Wohlen. (Archivbild)

Die Badi Wohlen. (Archivbild)

Der Sportpark Bünzmatt Wohlen hat eine neue Eigentümerstrategie erhalten.

Die sanierte Badi und die neue Eisbahn Wohlen, die im Sommer und Herbst 2018 eröffnet werden konnten, gehören als Sportpark Bünzmatt AG zu 100 Prozent der Einwohnergemeinde Wohlen. Nun hat der Gemeinderat in einer Eigentümerstrategie festgelegt, was seine Eignerziele mit dem Park sind, worauf er Wert legt und was er ganz den Verantwortlichen des Sportparks überlassen will. Das Wichtigste dabei scheinen dem Gemeinderat die sozialen Anliegen zu sein: Übergeordnetes Ziel der Sportpark Bünzmatt AG seien der gemeinnützige Zweck und das Handeln im öffentlichen Interesse, heisst es in einer Medienmitteilung. Ganz im Sinne des Service public also.

Attraktives und preislich angemessenes Angebot

Die Eignerziele und die weiteren Vorgaben sollen dem Verwaltungsrat der Sportpark Bünzmatt AG als Leitplanken dienen, innerhalb derer, sich die AG frei entwickeln kann und soll, heisst es in der Mitteilung weiter.

«Der Schwerpunkt der Eignerziele liegt bei einem attraktiven und preislich angemessenen Angebot für den regionalen Breiten-, Freizeit-, und Nachwuchssport, welches den Bedürfnissen der Bevölkerung und den Ansprüchen der Vereine und der Schulen gerecht wird», ist zu lesen. Öffnungszeiten sowie Eintrittspreise werden durch die AG und die Gemeinde Wohlen gemeinsam festgelegt.

Soziale und ökologische Verantwortung im Zentrum

Die Sportpark Bünzmatt AG wird nach unternehmerischen Grundsätzen geführt. Im Zentrum aller Bemühungen stehen jedoch die kundenorientierten Dienstleistungen und nicht die Gewinnorientierung. Die AG «hat ethische Werte über wirtschaftliche Maximierungsziele zu stellen».

Neben den sozialen scheinen auch die ökologischen Ziele im Fokus des Gemeinderats zu stehen. Denn entsprechend dem Energieleitbild der Gemeinde Wohlen setzt der Gemeinderat voraus, «dass die Sportpark Bünzmatt AG bei der Unternehmensführung ökologische ­Aspekte angemessen berücksichtigt». So soll zur Wasseraufbereitung und zur Kühlung der Eisfläche Strom aus erneuerbaren Energien verwendet werden. Ausserdem soll der öffentlich zugängliche Park unter Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen möglichst naturnah und biodiversitätsfördernd gestaltet werden.

Im Verwaltungsrat der AG sollen keine Gemeinderäte oder Mitarbeitende der Verwaltung vertreten sein. «Der Gemeinderat strebt zudem eine angemessene Vertretung der Geschlechter sowie eine angemessene regionale Vertretung an», heisst es weiter. Und: «Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden funktionsbezogen und dem Aufwand entsprechend massvoll entschädigt», liest man zum Schluss.

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