Wohlen
Streit mit Ex endet mit Grossaufgebot der Polizei

Weil eine Liebes-Aussprache in einen Streit zwischen zwei Gruppen ausartete, versammelten sich am frühen Samstagmorgengegen 100 Personen und Polizisten am Bahnhof.

Mario Fuchs
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Eine Aussprache mit seiner 14-jährigen Ex-Freundin endete für einen jungen Mann am Wochenende in Handschellen. Zugetragen hat sich die Szenerie am frühen Samstagmorgen am Bahnhof Wohlen. Offenbar war der Mann für die Aussprache extra aus Bern angereist, wie «Tele M1» berichtet.

Unterstützung aus nah und fern

Laut einem Augenzeugen artete das Gespräch allerdings aus: Der Mann soll einer Gruppe, die seiner Ex-Freundin zu Hilfe gekommen war, zu drohen, er werde sie «abstechen». Daraufhin eskalierte die Situation, weil beide Seiten weitere Personen zu Unterstützung aufboten.

Laut dem Augenzeugen kamen gegen hundert junge Leute aus Lenzburg, Aarau und sogar Zürich mitten in der Nacht nach Wohlen. Der Mann habe offenbar «mehr gewollt, als nur zu reden».

Die Polizei konnte allerdings mit einem Grossaufgebot die Lage rechtzeitig beruhigen. Barbara Breitschmid, Sprecherin der Kantonspolizei: «Wir brachten die Lage relativ schnell unter Kontrolle. Wir stellten fest, dass ein 18-Jährige eine Aussprache mit seiner Ex-Freundin wollte, die beiden jeweils Kollegen mitgenommen hatten und das Ganze etwas aus dem Ruder lief.»

Wieder auf freiem Fuss

Der 18-jährige Schweizer, der den Auflauf am Wohler Bahnhof verursacht hatte, wurde im Verlauf des Morgens noch von einem Unbekannten mit Pfefferspray attackiert. Weitere Beteiligte halfen dem enttäuschten Liebhaber in der Folge, die brennenden Augen mit Wasser auszuwaschen.

Die Polizei nahm ihn wenig später fest und führte ihn in Handschellen ab. Inzwischen wurde er allerdings bereits wieder auf freien Fuss gesetzt.

Ob die Aktion für den jungen Mann auf juristischer Ebene Folgen haben wird, ist noch unklar.

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