Muri

Tanzend, singend, lachend hier kommt Michael von der Heide

Michael von der Heide Trio zu Beusch bei «Musig im Pflegidach» in Muri.

Michael von der Heide Trio zu Beusch bei «Musig im Pflegidach» in Muri.

Nach dem Motto «Alle guten Dinge sind drei» tritt Michael von der Heide im Musig im Pflegidach auf und begeistert jeden. Begleitet wurde er von dem Bassisten Andre Pousaz und dem Gitarristen Martin Buess.

Langsam zieht sich Michael von der Heide (Sänger) zurück und überlasst dem Bassisten ein Solo. Furios spielt dieser den Bass. Seine Finger bewegen sich schneller, als es die Polizei erlaubt. Sein Kopf bewegt sich dabei im Rhythmus. Sein Körper bewegt sich, mit seinem braunen Bart und seinen zusammengebunden braunen Haaren. Er tanzt schon fast mit dem Bass. Der Gitarrist spielt dabei auch, passt sich aber immer dem Bass an. Eine wahre Meisterleistung von beiden. Beide wissen was und wie sie spielen müssen und das nur mit der Sprache der Musik. Währenddessen holt sich von der Heide ein Glas weissen Wein und tanzt in seinem eleganten schwarzen Anzug. Nach dem Solo muss der Bassist erst mal den Schweiss von sich abwischen.

Eine Show mit zahlreichen Facetten

Der Sänger aus Amden zieht von Anfang eine Show ab, die dem Publikum gefällt. Das Publikum muss immer wieder lachen. Der Hauptdarsteller des Abends benutzt jeden zufälligen Moment, um etwas zu erzählen. Der Sänger hört einen Krankenwagen und meint, schon jetzt müsse er abgeholt werden. Das Publikum beginnt, laut zu lachen. Eine Konzertzuschauerin meint: «Was ich an ihm schätze, ist, dass er authentisch ist. Egal, was er macht, er bleibt sich selber.»

Auch seine facettenreiche Musik liebt das Publikum. Die Bandbreite reicht von Chanson über Bossa zu Volksliedern. Er kann gefühlt alles. Auf die Frage, welche Musik Michael nicht gefällt, antwortet er: «Militärmusik, die einzige Musik, die ich nicht gernhabe.» Ein Pärchen meinte stolz: «Als Schweizer können wir uns stolz fühlen, so einen genialen Artisten zu haben!» Das alle Freude haben, hört man. Es herrscht eine Stimmung, die man selten erfährt. Das Publikum klatscht zum Rhythmus. Einmal applaudiert das Publikum zu früh und klatscht dann einfach zum Rhythmus. Bis das Lied wirklich fertig ist.

Ein Entertainer, der sich um jeden kümmert

Auf die Frage, wieso von der Heide eine soziale Person sei, gibt er die Antwort: «Ich würde mich als ein Menschenfreund bezeichnen. Wahrscheinlich habe ich das mehr von meiner Mutter. Sie hat an Weihnachten immer Personen eingeladen, die Weihnachten alleine feiern würden.» Der Vater sei auch eine nette Person, er hätte einfach nicht so sehr die Zeit gehabt, wie seine Mutter, um das zu zeigen.

Michael von der Heide Trio - «Hinderem Berg» bei «Musig im Pflegidach» in Muri

Dass er etwas Gutes tun will, war für den Entertainer schon immer klar. Er wusste ja nicht, dass der Traum der Karriere klappen würde. So wurde er Krankenpfleger. Er arbeitet jetzt 40% als Krankenpfleger. Er ist ein Menschenfreund, der sich um den Menschen am Körper, aber auch im mentalen Bereich kümmert. Er benutzt seine Musik, um den Menschen zu helfen, um sie zu heilen. Seine Zuversicht, sein Optimismus ist sehr gross. Selbst nach dem Konzert, als er mit den Zuschauern redet, strahlt er diese Zuversicht aus. Was macht dem Sänger Hoffnung? Er meint wie aus der Kanone geschossen: «Die Jugend!»

Der Regisseur, der Hauptdarsteller und der treue Begleiter

Während seines Konzerts spielt Michael von der Heide immer wieder Lieder seines neuen Albums «Rio, Amden, Amsterdam». Das Publikum ist begeistert. Er spricht nicht sehr viel über sein Album. Der Entertainer zeigt lieber sein Können mit seiner Stimme. Gebannt hört ihm jeder zu. Eine Zuschauerin meint glücklich: «Er erschafft eine Welt mit seiner Stimme, in der man sich verlieren kann.» Während er singt, tanzt von der Heide zum Rhythmus. Erstaunlich, wie die ganze Band weiss, wie schnell sie sein soll, ohne ein Schlagzeug. Das Schlagzeug ist sonst immer eine Art Regisseur. Man merkt, wie der Leadsänger weiss, dass der Bassist diese Rolle erfüllen muss. Pousaz zeigt, dass er ein Meister seines Faches ist. Er ist eine Art Regisseur an diesem Auftritt, sein Hauptdarsteller ist Michael von der Heide. Der Abend läuft so gut, dass ein Lied ohne den Bass klappt.

Pousaz trinkt und wischt sich den Schweiss ab. Man merkt, dass er sein Bestes gibt, dass er die Art Musik liebt. Der Leadsänger überlässt aber auch Andre und dem Gitarristen Martin die Bühne. Dieser dient als treuer Begleiter, dem Regisseur wie dem Hauptdarsteller. Immer wieder erhalten die beiden Musikanten ein Solo, dabei spielt einer den Background sanft wie Schnee. Jedes Solo passt. Ob ein Gitarren- oder Bass solo, es gefällt dem Publikum. Immer wieder Applaus. Nach einer Zugabe mit zwei Liedern geht der Sänger mit seiner Band mit einem Lächeln zufrieden von der Bühne. Jeder ist begeistert. Ein Zuschauer, der mal testen wollte, wie Michaels Musik klingt, meint: «Das Experiment ist für mich gelungen.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1