Villmergen
Testkäufe: In zwei von zehn Läden gabs für Jugendliche Alkohol

Im März und Juni waren ausgebildete Jugendliche als Testkäufer für Alkohol unterwegs. In acht von zehn Geschäften waren sie erfolglos.

Toni Widmer
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Bier und Wein ab 16, härtere Sachen ab 18 Jahren – sagt das Gesetz.

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Die Sektion Aargau/Luzern des Blauen Kreuzes hat 2008 ein Alkoholtestkauf-Konzept entwickelt, zusammen mit dem Departement Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau, der Suchtprävention Aargau und der Vereinigung der Aargauer Gemeindepolizeien. Seither wird es in den Kantonen Aargau und Luzern umgesetzt und stösst schweizweit auf Beachtung.

Auch die Gemeinde Villmergen hat erneut mit Unterstützung dieser Organisationen überprüft, wie es in der Gemeinde mit dem Verkauf von Alkohol an Jugendliche steht. Das Resultat ist gut, aber nicht sehr gut, sagt der zuständige Gemeinderat Renato Sanvido: «Von zehn geprüften Verkaufsstellen haben sich acht an die geltenden Regeln gehalten. Nur an zwei Orten haben die Jugendlichen Alkohol bekommen. Laut Michèle Bachmann vom Blauen Kreuz, welche die Aktion mit 15-jährigen, erfahrenen Testkäufern organisiert hat, liegt das klar unter dem aktuellen Schnitt bei solchen Tests», erklärt er. Alkoholtestkäufe würden in Villmergen regelmässig etwa einmal pro Legislaturperiode durchgeführt.

Die Jugendkommission habe bei der jüngsten Aktion die Läden festgelegt und der Gemeinderat das Vorgehen abgesegnet: «Bei der letzten Aktion, die noch unter meinem Amtsvorgänger durchgeführt worden ist, haben wir die Restaurants getestet. Diesmal wurden weitere Alkoholverkaufsstellen wie Imbisse, Tankstellenshops und und Detaillisten geprüft.»

Präventive Massnahme

Mit der Aktion, sagt Renato Sanvido, wolle man keineswegs das Gewerbe schikanieren. Doch es gebe klare Vorschriften über den Verkauf von Alkohol an Jugendliche. Dafür wolle man die Verkaufsstellen im Sinne einer Prävention sensibilisieren. Mit den zwei Betrieben, die Alkohol an Jugendliche verkauft hätten, werde der Gemeinderat jetzt Kontakt aufnehmen und zur Durchsetzung des Jugendschutzes auch in Zukunft und ohne Vorankündigung solche Aktionen durchführen lassen, erklärte Sanvido.

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