Wohlen
Tragisch: Cousin von Urs Käppeli verunglückte vor 22 Jahren ebenfalls mit einer Piper Malibu

Der Absturz des Wohler Unternehmers Urs Käppeli mit einer Piper Malibu in den Bodensee weckt Erinnerungen an eine frühere Tragödie in der Familie. Auch Cousin Max Käppeli starb bei einem Flugzeugabsturz – mit dem gleichen Fliegertyp.

Toni Widmer
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Piper Malibu: Die Käppeli-Cousins verunglückten im gleichen Flieger-Typ.

Piper Malibu: Die Käppeli-Cousins verunglückten im gleichen Flieger-Typ.

Wikimedia/aeroprints.com

Wohlen trauert um Unternehmer und Pilot Urs Käppeli, der am Dienstag zusammen mit seinem Passagier aus noch ungeklärten Gründen am Bodensee abstürzte und starb.

Es ist eine besondere Tragik: Max Käppeli, der Cousin von Urs Käppeli, ist am 10. Oktober 1995 mit einem typengleichen Flugzeug, einer Piper PA-46 Malibu, beim Landeanflug auf den Flughafen Zürich tödlich verunglückt. Max und Urs Käppeli führten die A. Käppeli’s Söhne AG in Wohlen bis zu jenem Zeitpunkt gemeinsam, Max präsidierte den Verwaltungsrat des Unternehmens, nach seinem Tod übernahm Urs Käppeli dieses Mandat.

Flugzeugabsturz Bodensee
11 Bilder
Bis in 60 Meter Tiefe ist das Flugzeug abgesunken.
Die Einsatzkräfte suchten auch am Tag nach dem Absturz noch nach der Unglücksmaschine.
Am Absturztag, Dienstag, musste die Suche witterungsbedingt unterbrochen werden.
Die Polizei hat die mutmassliche Absturzstelle mit Bojen markiert.
In der Nähe der Bojen sind Verunreinigungen aufgetaucht.
Das Flugzeug stürzte am Dienstag kurz nach halb zwölf Uhr in den Bodensee.
Die Polizei hat Flugzeugteile aus dem See geborgen.
Die Absturzursache ist unklar.
Die Aufzeichnung zeigt, wie der Flug der Piper über dem Bodensee endete.
Beim Unglücksflugzeug handelt es sich um eine Piper Malibu, wie sie hier am Flughafen Zürich steht.

Flugzeugabsturz Bodensee

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Der damals 65-jährige Max Käppeli war an jenem Tag kurz nach 15 Uhr in Zürich zu einem Rundflug gestartet. Er sass alleine im Flugzeug. Käppeli flog über Bern in die Walliser Alpen und zurück. Laut Aufzeichnungen der Flugverkehrsleitstelle ist dabei alles normal verlaufen. Beim Landeanflug kurz vor 17 Uhr gab es allerdings Probleme. Rund 500 Meter von der Piste 14 entfernt flog die Maschine plötzlich in einem steilen Winkel zu Boden und zerschellte.
Wie sich im Zuge der Unfalluntersuchung später herausstellte, hatte Max Käppeli offensichtlich einen Herzinfarkt erlitten und war vermutlich schon vor dem Aufprall des Flugzeuges verstorben.

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