Gnadenthal

Ur-Nesselnbacher übt Kritik am Golfplatz-Entscheid des Grossen Rates

Toni Rohrer vor dem Start zu einer Golfrunde.

Toni Rohrer vor dem Start zu einer Golfrunde.

Der Ur-Nesselnbacher Toni Rohrer kritisiert die Aussagen des Regierungsrats zum Kantonsvergleich. Die Ablehnung des Projekts Golfplatz in Gnadenthal kann er nicht verstehen.

Anfang Juli erklärte der Aargauer Finanzdirektor Markus Dieth im Interview mit der «Aargauer Zeitung», dass der Aargau im Kantonsvergleich bezüglich Finanzerträgen zurückfällt. Diese Aussage des Regierungsrats macht den Ur-Nesselnbacher Toni Rohrer sauer.

Der 64-Jährige, dessen Vater in den 70er-Jahren Gemeindeammann von Niederwil und Grossrat war, gibt in einem Schreiben an die AZ auch gleich ein Beispiel, weshalb dies so ist. Rohrer bezieht sich auf den ablehnenden Entscheid des Grossen Rates von Mitte Juni, der das Projekt Golfplatz im Gnadenthal versenkte. Die Gemeinde hatte in dieser Causa kein Mitspracherecht, das Projekt ist mit dem Nein definitiv gestorben.

Golfer geben Geld nun nicht in der Region aus

Mit der Ablehnung sei die Schaffung von zehn neuen Arbeitsplätzen abgelehnt worden. «Nun fahren die Golfer der östlichen Kantonshälfte weiterhin nach Oberentfelden, Frick oder in die Innerschweiz statt Einnahmen in der Region zu generieren. Haben die Golfer ein Imageproblem? Tatsächlich gibt es im Aargau einen Golfclub mit «Bad»-Zusatz, über dessen absurde Eintrittsbedingung die meisten Golfer nur schmunzeln können. Solche Clubs sind jedoch die Ausnahme», schreibt Rohrer, der selber passionierter Spieler ist. Die Hanf- und Rollrasenprodukte der Landwirte sollen nicht gegen den Landbedarf eines Golfplatzes ausgespielt werden, meint er. «Unsere Schweizer Parlamente sind zwar grüner geworden, aber das Aargauer Parlament ignoriert, dass die Golfer nun in Zukunft mit weiteren Anfahrtswegen ihr Hobby ausüben werden.» (az)

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