Bremgarten

Videokameras im künftigen Asylzentrum sind montiert

Ausgeklügeltes Überwachungssystem aussen am Gebäude sowie im Innern der Anlage. sl

Ausgeklügeltes Überwachungssystem aussen am Gebäude sowie im Innern der Anlage. sl

Am 5. August geht das Asylzentrum auf dem Waffenplatz Bremgarten unweit der Reuss auf. Die Umbau- und Einrichtungsarbeiten im Truppenlager sind grösstenteils vollendet.

Dass die Armeeunterkunft in den nächsten drei Jahren als Asylzentrum genutzt wird, sieht man erst auf den zweiten Blick. Aussen am Gebäude sind mehrere Videokameras installiert worden. Weitere Überwachungskameras im Innern der geräumigen Anlage ergänzen die optischen Sicherheitsmassnahmen.

In dreieinhalb Wochen treffen die ersten Asylbewerber ein. Bis Anfang August 2016 werden hier bis zu 150 Asylsuchende logieren, wobei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer voraussichtlich fünf bis acht Wochen beträgt und das neue Bundeszentrum selten voll belegt sein wird.

Junge Männer, Frauen und Kinder

Alle Asylbewerber, die im Zentrum Bremgarten einquartiert werden, befinden sich bereits in einem juristischen Abklärungsverfahren und warten auf ihren Asylentscheid. Laut einer Sprecherin des Bundesamtes für Migration (BFM) wird das Zentrum sowohl von jungen Männern als auch von Frauen und Kindern aus Ländern wie Eritrea, Somalia, Nigeria und Nordafrika benutzt werden.

Den Betreuungsauftrag für den Betrieb der Anlage Bremgarten hat der Bund an die Asylorganisation der Stadt Zürich (AOZ) vergeben, den Sicherheitsauftrag an die Ostschweizer Firma Abacon. Je nach Belegung wird AOZ die Betreuung mit 12 bis 15 Mitarbeitenden gewährleisten.

Arbeitseinsätze für Gemeinden

Den Asylsuchenden wird eine Tagesstruktur samt Sportmöglichkeiten und Beschäftigungen wie Instandstellung des Zentrums, Reinigungsarbeiten und Bereitstellen der angelieferten Mahlzeiten geboten. Zudem wird ihnen ein Tätigkeitsprogramm ausserhalb des Zentrums offeriert. Das Tätigkeitsprogramm umfasst Arbeitseinsätze im Auftrag und im Dienst von Gemeinden. Freiwillig und gegen ein kleines Sackgeld können Asylbewerber an diesem Programm mitmachen.

Der Stadtrat Bremgarten wird demnächst ein Schreiben an die Aussengemeinden schicken und sie auffordern, geeignete Arbeitseinsätze und Unterhaltstätigkeiten zu melden. Für die Gemeinden sind die Einsätze der Asylbewerber kostenlos, der Bund kommt für deren Sackgeld auf.

In Bremgarten soll eine «Begleitgruppe Betreuung/Sicherheit» gebildet werden, in der auch Vertreter der Stadtbehörde und Stadtbewohner mitmachen. Gabriel Steffen, vom Bundesamt für Migration als Objektverantwortlicher des Asylzentrums Bremgarten eingesetzt, hat am 31. Juli eine Startsitzung anberaumt. Dabei wird erörtert, welche Aufgaben die Begleitgruppe wie umsetzen könnte.

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