Wohlen

Vom Yankee Doodle über Händel bis hin zur Volksmusik

Egon Lackner, einst ein gefeierter Fernsehstar, und sein Streicherensemble begeisterten das Publikum. BA

Egon Lackner, einst ein gefeierter Fernsehstar, und sein Streicherensemble begeisterten das Publikum. BA

Die Musikschule begeisterte ihr Publikum am Jahreskonzert mit abwechslungsreicher Musik. Zwei vierte Primarschulklassen aus dem Bünzmattschulhaus präsentierten dabei ein humorvolles, eigenwillig und völlig neuartig gestaltetes Potpourri.

Keiner zu klein, um ein Musikinstrument zu lernen: Dieses Motto hat die Musikschule Wohlen verinnerlicht. Die Schulleiterin Regula Hannich und die vielen einsatzfreudigen Lehrkräfte sprühen nur so von guten Ideen, wie man den Musikunterricht im Schulalltag fördern und für jedermann zugänglich machen kann.

«Wer als Schulkind einmal ein Musikinstrument gelernt hat, vergisst das sein ganzes Leben nicht mehr», meinte Regula Hannich am traditionellen Jahreskonzert treffend.

Aus der Musikschule müssten aber nicht nur zukünftige Berufsmusiker hervorgehen, erklärte sie. Es genüge vollauf, sich ganz nach seinem Können seiner Leidenschaft hinzugeben.

Die Schulleiterin hat denn auch höhere Ziele: Ein Musikinstrument zu spielen (und allenfalls später auch zu beherrschen), soll so normal werden, wie man am Sportunterricht seine Freude haben kann.

Auf kurzen Wegen zur Musik

Dieses Ziel hatte die Musikschule vor Augen, als sie sich entschloss, ganze Schulklassen dazu zu animieren, ein Musikinstrument nach freier Wahl in die Hände zu nehmen und sich in einem Ensemble zu bewähren.

In kurzer Zeit hat die Musikschule damit schöne Resultate erzielt. Der Musiklehrer und Geiger Egon Lackner, der einst mit seiner weissen Geige als Fernsehstar auftrat, und der Primarlehrer Lukas Arnold führen ganze Heerscharen von Primarschülern auf den Pfad der Volksmusik.

Diese muss sich nicht im guten, alten Schweizer Schottisch erschöpfen. Es darf, wie Lackner mit seinen jungen Mitstreitern am Jahreskonzert vorführte, durchaus ein rassiger amerikanischer Yankee Doodle sein.

Seine Streicherinnen und Streicher brachten die Begeisterung frisch und unbekümmert über die Rampe der Chappelehof-Bühne.

Daneben sind auch zwei Bläserschulklassen tüchtig am Proben und dürfen auf ihren Auftritt hoffen. Grosses gelang am Konzert auch Lukas Arnold mit zwei vierten Primarschulklassen aus dem Bünzmattschulhaus.

Ihr humorvolles, eigenwillig und völlig neuartig gestaltetes Potpourri mit Schweizer Volksliedern riss das Publikum zünftig von den Stühlen.

Eine bunte Mischung

120 Schulkinder standen auf der Bühne. Zwei Jugendchöre, Block- und Querflötistinnen, die Akkordeonisten, zwei Cellistinnen und Klarinettisten und Saxofonspieler buhlten um die Gunst der vielen Zuhörerinnen und Zuhörer.

Da wollten selbst die Kindergärtler mit einem reizenden Musikbewegungsspiel nicht fehlen. Die am Konzert gebotene Vielfalt war fast nicht mehr zu überbieten.

Freunde der Unterhaltungsmusik kamen ebenso auf ihre Kosten wie die, die es eher mit Bach und Händel halten. Zu einem Paukenschlag setzte die Band der Musikschule nach über zwei Stunden voller Genuss an.

Die Musikschulen von Wohlen und Villmergen standen am Samstag schon wieder bereit und führten den obligaten Schnuppertag für den Nachwuchs durch. Dieser sollte sich das Vergnügen, in die Welt der Musik einzutauchen, nicht entgehen lassen.

Die Musikschule Wohlen plant bereits den nächsten Anlass: die mCheck-Feier, an der die Zertifikate an die Schülerinnen und Schüler übergeben werden, die am kantonalen Stufentest erfolgreich teilgenommen haben: Donnerstag, 11. April, 19 Uhr, in der Aula Junkholz Wohlen.

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