Bremgarten

Von der Bibliothek ins Zeughaus: Im Sommer wird umgebaut

Beatrice Wehrli-Burth und Raymond Tellenbach stehen vor den beiden Häusern, die im Sommer umgebaut werden. JOL

Beatrice Wehrli-Burth und Raymond Tellenbach stehen vor den beiden Häusern, die im Sommer umgebaut werden. JOL

Zwischen Sommer 2019 und Winter 2020 werden die zwei Gebäude umgebaut.

Ab dem Sommer wird die Ruhe der Stadtbibliothek Bremgarten durch Baulärm gestört. Dann soll der Umbau des Zeughauses starten, wie Stadtammann Raymond Tellenbach und Bibliotheksleiterin Beatrice Wehrli-Burth gestern an einer Presseinformation mitteilten. Umgesetzt wird das Projekt mit dem Namen «Less is More» von der Bremgarter Schaufelbühl Architekten GmbH.

«Es wird einen Lift geben, die alte Treppe kommt weg», sagt Tellenbach. Damit man während der Umbauzeit trotzdem noch die Bibliothek besuchen kann, wird ins Baugerüst eine normale Treppe integriert. Um diese einzubauen, wird die Bibliothek im Juni für ein oder zwei Wochen geschlossen. Vor den Sommerferien wird sie aber noch eine Woche offen haben. «Das war mein Wunsch, damit sich die Leute noch für die Ferien eindecken können», erklärt Wehrli.

Für Rollstühle zugänglich

Die kurze Treppe am Eingang des Bibliotheksgebäudes wird in eine Rampe umgebaut. Tritt man in das Gebäude, wird gleich Links vom Eingang der Lift hinkommen. So wird die Bibliothek für Menschen im Rollstuhl oder Eltern mit Kinderwagen zugänglich. Die neue Treppe wird um den Lift herum nach oben führen, wo eine Passerelle das Zeughaus mit der Bibliothek verbinden wird. Wo jetzt noch der Bibliothekseingang ist, wird ein kleines Büro für die Mitarbeiter entstehen. Neu betritt man den Raum dann nach der Passerelle, dort stehen jetzt noch Bücherregale. Das Verbindungsstück der beiden Gebäude wird aus Glas sein und von Holzlamellen umrahmt werden.

Im Zeughaus wird als erstes der Boden ausgehoben und Kellerräume eingebaut. Das Foyer soll für Anlässe dienen, dazu kommt ein Tresen mit eingebauten Kühlschränken hinein, damit alles Notwendige für einen Apéro oder Ähnliches vor Ort ist. Im Bibliotheksgebäude werden die elektrischen Heizkörper entfernt und das Haus ans Fernwärmenetz angeschlossen. «Die Regale werden umgestellt, aber nicht das Angebot», so Tellenbach.

13 Prozent mehr Downloads

In der ganzen Umbauzeit werde man versuchen, die Emissionen auf ein Minimum zu beschränken, damit die Bücher nicht durch Staub beschädigt werden. Spätestens Ende 2020 will man «mit der gesamten Bauerei fertig sein», sagt der Stadtammann. «Unter den gegebenen Umständen haben wir das Beste gemacht. Das Projekt ist gut, seriös und ohne viel Firlefanz sicher das diskreteste fürs Stadtbild. Das, was wir ursprünglich wollten, wird erfüllt», fasst Raymond Tellenbach zusammen.

Abgesehen vom Bau informierte Beatrice Wehrli über das vergangene Jahr in der Bibliothek: «Grundsätzlich war es ein gutes Jahr, wir haben fast das Gleiche erreicht wie im Vorjahr.» Die Anzahl Ausleihen ist mit 61 747 (Vorjahr: 62 218) nur um ein Minimum gesunken. Die Anzahl Downloads von E-Medien ist dafür um 13 Prozent gestiegen.

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