Oberlunkhofen

Von der Pop-Muse gepackt: Metalsänger Luke Tasci veröffentlicht erstes Album als Solokünstler

Luke Tasci greift zu Hause in die Gitarrensaiten.

Luke Tasci greift zu Hause in die Gitarrensaiten.

Der junge Metalsänger Luke Tasci aus Oberlunkhofen wagt sich an sein erstes Projekt als Solokünstler. Während er zuvor nur mit Musikgruppen unterwegs war, veröffentlicht er nun sein erstes Album. Seine Lieder hat er alle selbst geschrieben und produziert.

Gekonnt wandern seine Finger über die Saiten seiner Gitarre. Die ersten Töne und Akkorde werden zu einer Melodie und erfüllen den Raum. Der junge Musiker schliesst seine Augen und singt die ersten Zeilen von «Whatever Floats Our Boat».

Luke Tasci heisst der Künstler, der hier in seinem Wohnzimmer in Oberlunkhofen ein Lied seines neuen Albums zum Besten gibt. Die CD trägt seinen Namen und ist am vergangenen Sonntag erschienen. Es ist das erste Album, dass er als Solokünstler veröffentlicht. In den letzten zehn Jahren war der 28-Jährige immer mit Musikgruppen unterwegs.

«Meine jetzige Band ist eine Metalband, da war Pop nie ein Thema. Doch ich habe meine Liebe für diese Musikrichtung wiederentdeckt», erzählt er. Auf seinem neuen Album ist zu hören, dass er auch andere Interessen hat, als nur «hart und druftätsche».

Nur mit dem Laptop auf der Bühne wäre langweilig

Seine Lieder hat er alle selbst geschrieben und produziert. Doch in Zukunft will Luke Tasci nicht allein auf der Bühne stehen. «Offiziell ist noch nichts geplant. Aber die Idee wäre eine Back-up-Band mit mir als Sänger.» Nur mit dem Laptop auf der Bühne zu stehen, sei ihm zu langweilig. «Prolifiziertes Ka­raoke nenne ich das», sagt er und lacht. Für sein erstes Konzert, dass er am 1. August in Meilen gespielt hat, sei es aber eine gute Erfahrung gewesen, selbst als Performer auf der Bühne zu stehen.

Luke Tasci lebt erst seit diesem Frühjahr im Freiamt. Aufgewachsen ist er im zürcherischen Engstringen. Seine Verwandten sagen, er sei bereits mit sechs Jahren ein Stage-Man gewesen. Seine Liebe zur eigenen Musik und Gesang fand Tasci erst in seinen Jugendjahren. «In der Sekundarschule kannte ich jemanden, der konnte richtig gut Gitarre spielen. Das wollte ich auch», erinnert er sich. So begann er, mit 14 Jahren sein erstes Instrument zu lernen.

Bald sei er auch zum Gesangsunterricht gegangen. «Meine Nachbarn hatten wohl nicht gerade Freude», witzelt er, ergänzt aber mit ernster Miene: «Aber ich habe mir meine Freude nie nehmen lassen.» Doch gibt er zu, dass ihn der Schritt zum eigenen Album etwas Mut gekostet habe. «Es ist etwas ganz anderes, mit seinem Gesicht und seinem Namen dazustehen. Wenn die Musik nicht ankommt, dann zeigen alle mit dem Finger auf dich.»

«Jetzt packst du den Traum vom Berufsmusiker»

Das positive Feedback aus seinem Umfeld habe ihn stets angespornt. «Ich habe mir gesagt: Jetzt machst du kurzen Prozess und packst den Traum vom Berufsmusiker am Schopf.» Aus zwei Songs wurden fünfzehn. «Plötzlich packt einen die Muse und dann läuft’s.» Noch kann der gelernte Konstrukteur nicht von der Musik leben. Doch es ist sein festes Ziel. Sei das als Berufsmusiker oder als Techniker. Eine Idee für eine eigene Firma hat er bereits: «Mit meinem Technikequipment könnte ich kleine Events stemmen.»

Wenn er nicht gerade musikalisch ist, ist er vor allem sportlich unterwegs. «In den letzten Jahren habe ich vor allem Fitness und Kampfsport gemacht.» Ab und zu sei er auch als Model tätig. «Aber nicht Vollzeit, ich bin nur 1,80 Meter gross», sagt er schmunzelnd. Jetzt möchte er sich vor allem auf seine Karriere als Musiker konzentrieren. Er ist gespannt, wohin ihn dieser Weg führt. Wenn er von den Rückmeldungen zu seinem Album erzählt, strahlen seine Augen. «Es tut mir im Herzen gut, dass die Leute das zelebrieren, teilen und mit mir aufbauen.»

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