Patienten-Rückgang

Wegen Coronakrise: Jetzt hat auch das Spital Muri Kurzarbeit

Das Spital Muri hat Kurzarbeit eingeführt.

Das Spital Muri hat Kurzarbeit eingeführt.

Umsatzeinbussen und fehlende Arbeitsauslastung: Das Freiämter Spital übt sich in «Schadenminimierung».

Einige Spitäler und Arztpraxen im Aargau haben schon auf Kurzarbeit umgestellt, per Montag dieser Woche zog auch das Spital Muri nach. «In den letzten Wochen haben wir uns auf die sogenannte Welle von COVID-19-Patienten vorbereitet», sagt Martina Elisabeth Wagner, Kommunikationschefin Krisenstab Corona am Spital Muri.

Man habe dabei die behördlichen Anordnungen, auf nicht-dringliche Behandlungen und Eingriffe zu verzichten, lückenlos umgesetzt. «Ein drastischer Rückgang der Zahl an ambulanten und stationären Patienten sowie der Einnahmen sind die Folgen für unser Haus. Nebst der Umsatzeinbusse ist auch die Arbeitsauslastung gewisser Bereiche stark rückläufig», erklärt Wagner.

Man erbringe also die geforderten Vorhalteleistungen, könne aber gleichzeitig keine adäquaten Einnahmen erwirtschaften. «Als Massnahme zur Regulierung der Einbussen und Optimierung der Personalauslastung» hat das Spital Muri deshalb Kurzarbeit angemeldet. Davon seien mit wenigen Ausnahmen alle Bereiche des Spitals betroffen. «Als Stiftung ohne Defizitgarantie durch die öffentliche Hand sehen wir in der Kurzarbeit eine der wenigen Möglichkeiten für eine Schadenminimierung», begründet die Kommunikationschefin den Entscheid.

Man sei aber unabhängig von der Kurzarbeit jederzeit «auf die zu erwartende Zunahme von Patienten, die aufgrund einer COVID-19-Erkrankung auf der Isolierstation oder der Intensivpflegestation behandelt werden müssen, vorbereitet».

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