Oberwil-Lieli

Wegen Umzonung: Gemeindeammann kündigt Kampf gegen Pro Natura an – wenn nötig bis vor Bundesgericht

Der Juchächer (oben rechts) in Oberwil-Lieli.

Der Juchächer (oben rechts) in Oberwil-Lieli.

Gegen die vom Oberwil-Lieler Stimmvolk genehmigte Umzonung im Juchächer ist die angekündigte Beschwerde von Pro Natura eingegangen. Gemeindeammann Ilias Läber ist derweil dazu bereit, den juristischen Kampf zu führen.

Im September sprachen sich 55 Prozent der Stimmberechtigten von Oberwil-Lieli an der Urne für die Gesamtrevision Nutzungsplanung (NUPLA) Bauzonen und Kulturland, inkl. BNO (Bau- und Nutzungsordnung) aus. Darin inbegriffen war auch die Umzonung einer Parzelle im Juchächer von Landwirtschaftsland in die Landhauszone. Besonders jene gab im Vorfeld stark zu diskutieren. Gegner und Befürworter lieferten sich einen Schlagabtausch. Und die Organisation Pro Natura kündigte bereits vor Monaten eine Beschwerde gegen die Juch­ächer-Umzonung an.

Diese ist mittlerweile bei der Rechtsabteilung des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt eingetroffen, wie die Gemeinde Oberwil-Lieli, die darüber kürzlich aus Aarau informiert wurde, mitteilt. Diese hat nun Zeit bis zum 9. Dezember, eine Beschwerdeantwort einzureichen.

Am 29. November gibt es zwei Abstimmungen

Gemeindeammann Ilias Läber sieht dem mit Gelassenheit entgegen. Er sagt zur AZ: «Die Beschwerde von Pro Natura war ja bereits seit längerem angekündigt. Wir sind bereit, diesen juristischen Kampf zu führen, wenn nötig bis vors Bundesgericht. Denn auf Stufe Gemeinde haben wir nichts falsch gemacht.» Läber streicht auch die hohe Stimmbeteiligung von 70 Prozent bei der Abstimmung hervor.

Schon am 29. November befindet Oberwil-Lieli an der Urne erneut über zwei Geschäfte zur Juchächer-Parzelle. Es geht um den Verpflichtungskredit zur Erschliessung (1,63 Mio. Franken) und um die Ermächtigung an den Gemeinderat zum Landverkauf der acht bis zehn Parzellen. «Diese Geschäfte sind quasi eine Vollzugsmassnahme, die wir machen müssen. Eine Auswirkung durch die eingegangenen Beschwerden gibt es nicht», erklärt Läber.

Meistgesehen

Artboard 1