«Ich fahre nun schon über ein halbes Jahr damit und glaubte, ich hätte alles im Griff. Doch jetzt merke ich, dass ich noch viel lernen kann, damit ich mit meinem Dreiradroller künftig noch sicherer unterwegs bin.» – Dieser spontane Kommentar eines Kursteilnehmers in der Pause sagt alles. Die Elektro-Töffs der Schweizerischen Post sind relativ sicher, aber wie jedes Fahrzeug haben auch sie ihre Tücken. Sie können sich allenfalls überschlagen, wenn man das Vorderrad beim Queren einer Trottoirkante falsch oder zu abrupt einschlägt oder zu schnell in eine enge Kurve fährt. Dazu kommt, dass die Pöstlerinnen und Pöstler oft mit schwer beladenen Fahrzeugen unterwegs sind. Das Gesamtgewicht von Roller und Anhänger kann 500 bis 600 Kilo betragen. Da will das richtige Bremsen gelernt sein, um im immer hektischer werdenden Alltagsverkehr keine bösen Überraschungen zu erleben.

Die Post legt grossen Wert auf die Sicherheit ihrer Mitarbeitenden und lässt sie regelmässig von Fachleuten aus- und weiterbilden. In Wohlen waren gestern Donnerstag rund 60 Briefträgerinnen und Briefträger aus den Regionen Aargau, Zürich und Zug auf der Schulungsanlage von Driveswiss unterwegs.

Unter der kundigen Anleitung der Driveswiss-Experten absolvierten die Briefträgerinnen und Briefträger ein Fahrtraining mit einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der praktische Teil umfasste einen Hindernis-Parcours, auf dem die Pöstlerinnen und Pöstler lernten, wie man Randsteine, Trottoirkanten oder Engnisse sicher bewältigt. Weiter standen Bremsübungen auf normaler, nasser und rutschiger Fahrbahn sowie richtiges Kurvenfahren auf dem Programm. Im theoretischen Teil ging es darum, das Fahrzeug und seine Reaktionen in alltäglichen Verkehrssituationen möglichst umfassend kennen zu lernen.