Widen
«Besser als jeder Geburtstag» – Rousselot schafft Wahl in Gemeinderat klar

Fabienne Rousselot Muther wird ab 1. April neue Gemeinderätin in Widen. Sie gewinnt mit 677 Stimmen die Kampfwahl gegen Marco Salm, der 422 Stimmen einheimste.

Marc Ribolla
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Fabienne Rousselot gewinnt die Kampfwahl in Widen.

Fabienne Rousselot gewinnt die Kampfwahl in Widen.

zvg

Die Freude über die erfolgreiche Wahl ist Fabienne Rousselot am Telefon anzuhören. «Ich bin überwältigt, es ist ein sehr schönes Resultat», sagt sie zur AZ. Wenige Stunden zuvor hatte sich die 40-Jährige in der Ersatzwahl in den Wider Gemeinderat gegen den gleichaltrigen Marco Salm durchgesetzt.

Reaktionen auf den Sieg erhält sie zahlreiche. «Ich bekam viele Gratulationen. Das Telefon klingelt fast ständig. Es ist besser als jeder Geburtstag», freut sich Rousselot. Angestossen wird wegen der Coronavorschriften nur im ganz kleinen Rahmen mit der Familie. «Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass man etwas ausgiebiger feiern kann», sagt sie.

Marco Salm (GLP) erhält 422 Stimmen.

Marco Salm (GLP) erhält 422 Stimmen.

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Rousselot vereinigte bei einer Stimmbeteiligung von 47 Prozent 677 Stimmen auf sich, während Salm 422 Stimmen erhielt. Das absolute Mehr von 574 Stimmen erreichte Rousselot damit problemlos. Am 1. April wird die Parteilose die Nachfolge des zurückgetretenen Gabriel Lüthy (FDP) antreten. In der neuen Ratszusammensetzung dürfte sie das Schulressort übernehmen.

Heimvorteil als Ur-Widenerin

Die doch deutliche Stimmendifferenz zu Marco Salm, der von der GLP portiert wurde, erklärt Rousselot so: «Ich habe wohl Heimvorteil gehabt, weil ich Widenerin bin und hier schon mein ganzes Leben wohne. Marco ist zwar auch Mutscheller, aber ursprünglich Rudolfstetter.» Diese Tatsache führt auch der Unterlegene ins Feld.

Rousselot glaubt, dass ihr langjähriges Engagement bei der Theatergruppe Widen ihr Wählerstimmen aus verschiedenen Generationen eingebracht hat. Zudem war sie von 2002 bis 2011 auch Primarlehrerin im Dorf. Sie sagt: «Teilweise gaben mir jetzt sicher auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, die nun stimmberechtigt sind, ihre Stimme.» Aktuell arbeitet sie als Primarlehrerin in Berikon.

Niederlage ist für Salm kein Weltuntergang

Den Wahlkampf hat sie in den letzten Wochen mit viel Herzblut betrieben, was auch ihr Slogan «Mein Herz schlägt für Widen» beinhaltete. «Mein Dorf liegt mir am Herzen. Ich denke, das haben die Leute auch gespürt», sagt Rousselot.

Den Wahlkampf mit Marco Salm habe sie als sehr fair empfunden. Beide kennen sich seit der Bezirksschule. Er habe ihr auch bereits zum Wahlsieg gratuliert.

«Das gehört sich so. Wir hatten ein gutes Einvernehmen», sagt Salm. Bei ihm herrscht trotz der Niederlage keine Trübsal. «Wenn man antritt, will man gewinnen. Aber ist kein Weltuntergang, ich hatte eine starke Mitbewerberin», erklärt er. Noch offen lässt Salm, ob er im Herbst bei den Gesamterneuerungswahlen nochmals kandidiert.

In der Mutschellengemeinde Widen wird ab 1. April Fabienne Rousselot Einsitz im Gemeinderat haben.

In der Mutschellengemeinde Widen wird ab 1. April Fabienne Rousselot Einsitz im Gemeinderat haben.

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