Villmergen

«Wir müssen Brandstiftung auch in Betracht ziehen» — Die Kantonspolizei steht am Anfang der Ermittlungen

Brand in Villmergen: Sigristenhaus stand in Flammen

Brand in Villmergen: Sigristenhaus stand in Flammen

Letzten Samstag brannte das Sigristenhaus in Villmergen. Das gesamte Haus ist komplett verrusst und zum Teil sind auch die Gipsdecken runtergekommen. Trotzdem spricht die Kirche von Glück im Unglück: Denn der Kirchenraum war vom Brand nicht betroffen, so dass nach wie vor Gottesdienste durchgeführt werden können.

Beim Brand entstand grosser Sachschaden, verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen der Polizei gehen nach dem Feuer im Villmerger Sigristenhaus in alle Richtungen.

Zwei Tage nach dem Brand in Villmergen sind noch viele Fragen ungeklärt, «wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen», sagt Kapo-Medienchef Roland Pfister. Was den verheerenden Brand am Samstagabend ausgelöst hat, dazu konnte er keine Aussage machen. Die Ermittler nahmen am Samstagabend noch ihre Arbeit auf. Fest steht einzig, dass der Brand im Sigristenhaus auf dem Sitzplatz ausbrach. «Es kann derzeit nichts ausgeschlossen werden, auch nicht Brandstiftung», so Pfister. Nachbarn wollten eine Explosion wahrgenommen haben. Laut Pfister handelte es sich dabei um eine Spraydose.

Für Josef Baur, Präsident der reformierten Kirchgemeinde, war die Nachricht über den Brand ein Schock. «Die Verantwortlichen der Feuerwehr benachrichtigten mich am Samstagabend und forderten mich auf, den Brandplatz zu besichtigen», erzählt er. In Villmergen angekommen wurde ihm das Ausmass erst bewusst: «Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.» Glück im Unglück hatte der Bewohner. Er war zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht daheim. «Er ist vorerst bei einem Bekannten in der Region untergekommen und kann somit weiterarbeiten», sagt Baur. Der Bewohner ist als Sigrist der reformierten Kirche angestellt. Die Kirche ist direkt an das Haus angebaut und wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Decke eingebrochen und alles verrusst

Die Feuerwehr Rietenberg rückte mit 69 Feuerwehrleuten aus und hatte den Brand innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle. «Vier Kollegen der Feuerwehr Wohlen waren mit der Drehleiter auf Platz und unterstützten uns», so Kommandant Christian Sigel. Sie verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die Kirche. In dieser finden regelmässig Gottesdienste statt. Wann der Sigrist wieder in sein Haus einziehen kann, das steht offen. Eine Decke sei eingebrochen und das ganze Haus total verrusst, so Baur. Er geht davon aus, dass an eine Rückkehr noch länger nicht zu denken ist.

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