Wohlen
Den Ball ins Rollen gebracht: Der Tennisclub Niedermatten möchte Allwetterplätze

Die Vorteile für einen Allwetterplatz für den Tennisklub liegen auf der Hand: Diese Unterlage ermöglicht es, die Saison einige Wochen früher zu starten und im Herbst kann länger gespielt werden. Der Tennisclub Niedermatten möchte vier bis fünf seiner Plätze umrüsten. Finanzieren muss dies aber die Gemeinde Wohlen.

Nathalie Wolgensinger
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Der Untergrund ist sehr dicht, das Wasser fliesst nach Regenfällen nur langsam ab und der Platz trocknet entsprechend langsam.

Der Untergrund ist sehr dicht, das Wasser fliesst nach Regenfällen nur langsam ab und der Platz trocknet entsprechend langsam.

Nathalie Wolgensinger

Tennis ist auch im Freiamt ein beliebter Freizeitsport. Der Tennisclub Niedermatten Wohlen zählt derzeit 480 Mitglieder und ist damit einer der grössten Tennisklubs im Aargau. In der Niedermatten werden auf neun Sandplätzen – zwei davon befinden sich in einer Traglufthalle – Trainings, Freizeitspiele und Interklubwettkämpfe ausgetragen.

Seit der Eröffnung der Anlage in den Niedermatten, im Jahr 2004, wurden die Plätze fleissig bespielt. Und im Laufe der Jahre zeigten sich nicht nur Verschleisserscheinungen, sondern auch Probleme.

«Der Boden ist sehr dicht. Das hat zur Folge, dass wir nach Regenwetter relativ lang warten müssen, bis das Wasser abgeflossen und der Platz abgetrocknet ist»,

verdeutlicht Präsident Urs Fricker. Die Sandplätze der Tennisklubs in Muri und Bremgarten seien im Gegensatz jeweils einige Stunden vorher wieder trocken und bespielbar, fügt er an.

Hartplatz oder Teppich mit Sand?

Damit soll nun Schluss sein. Am Donnerstagabend traf sich der Verein zur ausserordentlichen Generalversammlung. Auf der Traktandenliste stand der Allwetterplatz. Fricker erzählt: «Wir stellen der Gemeinde Wohlen den Antrag, dass vier bis fünf Sandplätze auf Allwetterplätze umgerüstet werden.» Die Generalversammlung stimmte diesem Vorhaben ohne Gegenstimme zu.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ausserordentlichen Generalversammlung waren sich einig, dass sie neue Allwetterplätze möchten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ausserordentlichen Generalversammlung waren sich einig, dass sie neue Allwetterplätze möchten.

zvg

Bis im Frühling des nächsten Jahres wird der Vorstand des Tennisklubs sich für einen der beiden zur Auswahl stehenden Beläge entscheiden müssen. Zur Auswahl steht ein Teppich mit einer Sandauflage oder ein Hartplatz. Die Variante Teppich-Sand kommt pro Platz auf 77'000 bis 80'000 Franken zu stehen. Der Hartplatz ist teurer, je nach Anbieter kostet dieser zwischen 110'000 bis 130'000 Franken pro Platz.

Die Vorteile liegen für Fricker und seine Klubkollegen auf der Hand: «Wir können im Frühling einige Wochen früher mit Spielen beginnen und die Saison im Herbst ebenfalls um einige Wochen verlängern.» Ausserdem würden die Instandstellungskosten entfallen, so Fricker. Im Frühling muss jeweils eine spezialisierte Firma den von der Kälte rissig gewordenen Märgelbelag wieder auf Vordermann bringen und die Spielfeldlinien neu verlegen.

Die neuen Plätze können frühestens 2023 realisiert werden

Zur Diskussion steht zudem, ob man die beiden Plätze in der Traglufthalle bereits mit dem neuen Belag versehen soll. Diese müssen regelmässig von Hand bewässert werden, damit sie nicht austrocknen. Das ist aufwendig und das Wasser dazu muss herangeschleppt werden.

Bis im Frühling des nächsten Jahres will der Vorstand seinen Mitgliedern einen entsprechenden Vorschlag präsentieren. Ob die Gemeinde diese Investition ins Budget aufnehmen wird, das wird sich weisen. Sollte aber der Tennisklub mit seinem Antrag den Ball ins Rollen gebracht haben, dann rechnet Fricker damit, dass im Jahr 2023 die neuen Plätze realisiert werden können.

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