Rudolfstetten
Wohnungen, Läden und ein Dachgarten: Das Projekt «Zauberwürfel wird den neuen Mutschellenplatz prägen

Auf dem Bolleri-Areal in Rudolfstetten wird am Mutschellenknoten bis voraussichtlich 2025 eine Überbauung mit Wohnungen, Gewerbe und einer Begegnungszone realisiert.

Marc Ribolla
Drucken
Teilen
So soll das Bolleri-Areal am Mutschellenknoten in rund vier Jahren aussehen. Zwei Gebäude prägen den Platz.

So soll das Bolleri-Areal am Mutschellenknoten in rund vier Jahren aussehen. Zwei Gebäude prägen den Platz.

zvg

Das Areal Bolleri-Nord am Mutschellenknoten auf dem Gemeindegebiet von Rudolfstetten verändert sich in den kommenden Jahren markant. Dort, wo heute noch der Spar-Einkaufladen und das Haus mit dem Laden der Elektro Fröhli AG steht, ist eine moderne Überbauung mit Wohnungen, Gewerbe und einem Stadtplatz geplant.

Ein Konsortium der beiden Grundeigentümer bestehend aus Antonio Cerra sowie Roland und Thomas Fröhli möchte das rund 3300 Quadratmeter grosse Gebiet, bei dem ein Gestaltungsplan besteht, aufwerten. «Heute können wir nun den Startschuss dazu geben und die Öffentlichkeit informieren», erklärt Cerra.

Im vergangenen halben Jahr haben vier Architektenteams ihre Projekte eingereicht. Nun hat gestern Donnerstag das Preisgericht unter dem Vorsitz von Marcel Weibel das Siegerprojekt präsentiert. Die Frei Architekten AG aus Aarau hat sich mit ihrem Projekt «Zauberwürfel» durchsetzen können.

Rund 45 Mietwohnungen mit 1,5- bis 4,5-Zimmer sind vorgesehen

Das Projekt beinhaltet je ein achtgeschossiges und ein viergeschossiges viereckiges Gebäude mit einer Tiefgarage. In den beiden Erdgeschossen sollen nebst dem Laden der Elektro Fröhli AG, der erhalten bleibt, verschiedene Gewerbebetriebe einziehen. Darüber sind total rund 45 Mietwohnungen vorgesehen, die sich in 1,5- bis 4,5-Zimmer-Einheiten stückeln.

Ein zentrales Element stellt der freie Platz in der Mitte der Gebäude dar, der mit kleinen sogenannten «Mutschelleninseln» umrahmt sein wird und das Gebiet mit hochstammigen Bäumen gegen die Hauptstrasse abschirmt. Die Erschliessung erfolgt über die Bolleri-Strasse. Über sein «Zauberwürfel»-Projekt sagt Architekt Christian Frei:

Wir versuchten eine klare Struktur zu setzen, deshalb heisst es Zauberwürfel. Es ist eine einfache, klassisch-zeitlose Fassade. Diese traditionelle Gestaltung soll dem Mutschellenplatz gerecht werden. Ich denke, das ist uns geglückt.

Auf dem Platz gebe es zudem genügend Freiraum für Aktivitäten wie Märkte oder ein Open-Air-Kino. Auch ein Wasserspiel ist angedacht. Der Mutschellenplatz soll eine belebte Begegnungszone werden.

Eine frühere Modell-Ansicht des zukünftigen Mutschellenplatz.

Eine frühere Modell-Ansicht des zukünftigen Mutschellenplatz.

Marc Ribolla

Ein städtisches Flair vermitteln die beiden Arkadengänge an den Gebäudefronten, die zum Mutschellenplatz gerichtet sind. Speziell auch: Auf dem niedrigeren Gebäude entsteht ein Dachgarten mit Kräutern, Beeren, Stauden und kleinen Bäumen sowie einem Spielbereich und Sitzgelegenheiten. Auf dem hohen Gebäude sorgt flächendeckend eine Photovoltaikanlage für die Stromerzeugung.

Investitionen in der Höhe von etwa 20 Millionen Franken

Grundeigentümer Antonio Cerra, der auch Teil der Jury war, freut sich darüber: «Das Projekt gefällt mir sehr. Es wurde fast unbestritten zum Sieger erkoren. Wünschenswert wäre es, wenn sich auch ein Café oder ähnliches einrichten liesse.»

Das Konsortium rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Franken. Der Fahrplan sieht ein zügiges Vorgehen vor. «Wir werden zeitnah die Gespräche mit dem Architektenteam aufnehmen, um die Details zu besprechen», blickt Cerra voraus.

Die drei Mitglieder des Konsortiums Bolleri-Nord und Grundeigentümer: Die Gebrüder Roland und Thomas Fröhli sowie Antonio Cerra (von links).

Die drei Mitglieder des Konsortiums Bolleri-Nord und Grundeigentümer: Die Gebrüder Roland und Thomas Fröhli sowie Antonio Cerra (von links).

Marc Ribolla

Im Optimalfall kann bereits Ende diesen Jahres oder Anfang 2022 die Baueingabe erfolgen. Verläuft danach alles problemlos, gehen die Bauherren von einem Baubeginn im Frühling 2023 und der fertigen Realisierung spätestens im Frühling 2025 aus.

Miteigentümer Roland Fröhli sagt: «Mein Bruder und ich sind in Rudolfstetten aufgewachsen. Ein schöner Stadtplatz ist auch in unserem Interesse und unsere Motivation hier etwas zu investieren.»