Umdenken

Zufikerfäscht bricht wegen Corona mit Tradition

Co-Präsident Daniel Juchli zeigt den Zufikerfäscht-Lageplan.

Co-Präsident Daniel Juchli zeigt den Zufikerfäscht-Lageplan.

Alle sieben Jahre organisieren die Zufiker ihr Jugend- und Dorffest. Statt wie geplant 2021 nun aber erst 2022.

Das letzte Zufikerfäscht im Sommer 2014 gehörte in die Kategorie fantastisch. Fünf Tage lang war Zufikon die Festhütte des Freiamts mit täglich Tausenden Besuchern auf dem Festgelände im Gebiet Emaus/Allmend. Zu den Höhepunkten gehörten die Eröffnungsrede von Bundesrätin Doris Leuthard, der Auftritt von Musiker Luca Hänni oder die Flugshow des PC7-Teams.

Die Erinnerungen sind langsam verblasst, die Vorfreude auf kommendes Jahr wäre da gewesen. Doch ein Zufikerfäscht Ausgabe 2021 wird es nicht geben. Statt im traditionellen Sieben-­Jahre-Rhythmus wird das nächste Fest erst ein Jahr später im Juni 2022 stattfinden.

Grund dafür sei die spezielle Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus, wie die beiden Co-OK-Präsidenten Daniel Juchli und Giovanni Soricelli erklären. Für die frühzeitige Verschiebung auch in Absprache mit dem Gemeinderat haben vor allem drei Punkte gesprochen. «Viele Feste oder ähnliche Anlässe in unserer Region sind jetzt schon von diesem Jahr aufs nächste verschoben worden. Teilweise auf das von Zufikon geplante Datum. Das würde unseren Anlass zu fest konkurrenzieren», sagt Co-Präsident Juchli.

Sponsorensuche gestaltet sich nach Corona schwierig

Ein Fest in der Grösse des Zufikerfäscht benötigt auch Unterstützung durch Sponsoren. Die Suche danach ist während des Lockdowns im Frühling unterbrochen worden. Die Verunsicherung der Firmen sei gross, weshalb es sich unter diesen Umständen äusserst schwierig gestalte, Sponsoren zu finden, erklärt das OK. Auch die Vorbereitungen sind in der Lockdown-Zeit in den Hintergrund getreten. OK-Sitzungen konnten keine stattfinden, Videokonferenzen mit 17 Teilnehmern sind eher schwierig abzuhalten.

«Das Ziel ist, nach den Herbstferien im OK wieder physisch zusammenzusitzen. Angesichts der Verschiebung macht es keinen Sinn, zu früh etwas zu machen», sagt Daniel Juchli. Der Entscheid, das Zufikerfäscht ins 2022 zu verlegen, sei im OK einstimmig gefallen. «Wir möchten ein Fest ohne angezogene Handbremse durchführen», so Juchli. Seit September letzten Jahres ist das Team um die beiden Co-Präsidenten am Planen und hat bereits einige Nägel einschlagen können.

Das Festareal und das Festprogramm werden kleiner und liegen auf dem Schulgelände. Mitten in Zufikon. Entsprechend passt auch das Motto «Zmetzt im Dorf». Statt fünf Tage lang steigt die Party nur noch an vier Tagen. «Wir wollten in der Tat etwas kleiner werden», sagt Daniel Juchli. Geändert ist auch das Bühnenkonzept. Waren es 2014 noch zwei Hauptbühnen, wird es 2021 nur noch eine Hauptbühne und eine Nebenbühne geben. «Jene soll für lokale oder regionale Darbietungen da sein. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich zu engagieren», erklärt Juchli. Bei der Gastronomie sind sieben oder acht Beizli von Vereinen das Ziel. Und wer einen Überblick über die ganze Festhütte haben möchte, dem sei das 35-Meter-Riesenrad empfohlen. Eine Premiere am Zufikerfäscht.

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