Emauswald bei Zufikon
Zum Wohl der Eichen müssen die Buchen weichen

Im Emauswald bei Zufikon werden bald viele Bäume gefällt, der Vita-Parcours wird bis Ende Februar gesperrt.

Ilir Pinto
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Förster Urs Huber (links) und Forstwart Hans Brunner im Brügglihau bei einer schönen Eiche.

Förster Urs Huber (links) und Forstwart Hans Brunner im Brügglihau bei einer schönen Eiche.

Ilir Pinto

Im Zufiker Waldgebiet Emaus bei der Reuss ist ein grosser Holzschlag geplant. «Es werden vor allem Buchen gefällt, um die alten Eichen zu erhalten», heisst es in einer Mitteilung der Ortsbürgergemeinde Zufikon. Die Arbeiten hätten Mitte Januar beginnen sollen.

«Wegen des Wetters wissen wir aber noch nicht, wann wir wirklich loslegen können», sagt nun Revierförster Urs Huber von den Forstbetrieben Kelleramt und Zufikon. In der Mitteilung heisst es: «Je nach Witterung werden diese Arbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein.» Bis dahin kommt es auch zeitweise zur Sperrung des Vita-Parcours.

Buchen werden gefällt, denn Eichen brauchen Licht

Weiter wird in der Mitteilung erklärt: «In der Folge entstehen auf dem Waldboden zusätzliche Lichteinfälle. Dadurch können sich die Eichen eigenständig verjüngen und gedeihen.» Huber ist überzeugt: «Die Wälder brauchen mehr Eichen.» Sie seien «klimafit», da sie Trockenheit besser zu trotzen vermögen als andere Baumarten. Und aufgrund des Klimawandels sei es im Kelleramt deutlich trockener geworden, wie Huber bereits im Interview zu seinem 25-Jahr-Jubiläum festgehalten hat (AZ vom 12. Januar).

Der Emauswald wurde von der Ortsbürgergemeinde vor einem Jahr für die nächsten 50 Jahre zum Eichenwaldreservat erklärt. Dies, weil der Eichenbestand seit dem 19. Jahrhundert deutlich geschrumpft ist. Huber erklärt dies damit, dass Eichen nicht mehr zwingend seien für Schweinemast oder Bauholz. Darum hätten sich andere Baumarten durchgesetzt.

Dabei seien Eichen von grosser ökologischer Bedeutung. Sie seien ein Lebensraum oder lieferten Nahrung für zahlreiche Tierarten. Huber kündigt an: «Durch die Förderung der Eichen wird hier in den nächsten Jahren ein neues Waldbild entstehen.»