Wettbewerb
Zürcher Architekt gewinnt Schulhaus-Wettbewerb in Jonen

Das Team des Stadtzürcher Architekten Marcel Baumgartner hat den Studienwettbewerb zur Vergrösserung der Primarschule Jonen für sich entschieden. Zu Kosten von rund sieben Millionen Franken soll ein neues Schulgebäude erstellt werden.

Lukas Schumacher
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Visualisierung des Siegerprojekts mit dem Neubau links und dem bestehenden Schulhaus Rigi rechts. zvg

Visualisierung des Siegerprojekts mit dem Neubau links und dem bestehenden Schulhaus Rigi rechts. zvg

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Die 13-köpfige Jury unter der Leitung von Architekt Daniel Zehnder (Niederrohrdorf) setzte Marcel Baumgartners Vorschlag einstimmig auf den 1. Rang. Das Preisgericht schlägt dem Gemeinderat dieses Projekt zur Weiterbearbeitung vor.

Platz 2 ging an die Architekten-Arbeitsgemeinschaft Illiz Pöyry, ebenfalls Zürich.

Alle sieben eingereichten und vom Joner Preisgericht bewerteten Projekte können im Rahmen einer öffentlichen, geführten Ausstellung in der Turnhalle Rigi in Jonen besichtigt werden. Die Ausstellung ist wie folgt geöffnet: Donnerstag, 19. Dezember, von 19 bis 21 Uhr und Samstag, 21. Dezember, von 9 bis 12 Uhr.

Würfel mit Sockelgeschoss

Das in der Nähe des Gemeindehauses angeordnete Siegerprojekt unweit des bestehenden Rigi-Schulhauses sieht einen quadratischen Bau in Würfelform vor. Der Baukörper weist ein Sockelgeschoss sowie zwei Obergeschosse auf (siehe Visualisierung).

Im Sockelgeschoss ist der im Raumprogramm verlangte Mehrzweckraum mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern angeordnet.

Der unterteilbare, multifunktionale Mehrzweckraum samt Office soll sowohl der Schule als auch den Vereinen und dem Mittagstisch gute Dienste erweisen.

In den beiden Obergeschossen werden je drei Klassenzimmer und je drei Gruppenräume samt Vorräumen mit Platz für die Garderoben angeboten. Die Nutzfläche des neuen Gebäudes beträgt rund 1800 m2. Das Gebäudevolumen bringt es auf 7800 m, was ungefähr zehn Einfamilienhäusern entspricht.

«Klare Struktur und preiswert»

Laut Jurypräsident Daniel Zehnder weist das Siegerprojekt mehrere Pluspunkte auf. So die gefällige Architektur und klare Struktur, die einfach und intelligent angeordneten Schulräume oder der ideal im Erdgeschoss platzierte Mehrzweckraum.

Speziell hervorzuheben beim Siegerprojekt sei, so Zehnder, das gute Verhältnis Volumen/Oberfläche.

«Aus diesem Grund ist die Verwirklichung dieses Vorschlags preiswert und letztlich kostengünstiger als die Konkurrenzvorschläge.»

Alles in allem 7,5 Mio. Franken

Für die Planung und den jetzt abgeschlossenen Wettbewerb haben die Dorfbewohner bereits 550 000 Franken gesprochen.

Eingeschlossen in diesem Betrag ist die Feinplanungsarbeit, die Architekt Baumgartner Anfang 2014 mit Fachingenieuren aufnehmen wird.

Jonens Planungskommission und die Jury gehen von Realisierungskosten in der Grössenordnung von 7 Mio. Franken aus. Macht zusammen mit den Planungs- und Wettbewerbskosten also rund 7,5 Mio. Franken.

An der Joner Gemeindeversammlung im November 2014 wird über das Bauprojekt und die Baukosten abgestimmt.

Erteilen die Dorfbewohner dem Vorhaben grünes Licht, werden die Bauarbeiten im Sommer 2015 aufgenommen.

Es wird mit einer Bauzeit von 14 bis 15 Monaten gerechnet, sodass das neue Gebäude gegen Ende 2016 oder allenfalls schon im Spätherbst 2016 fertiggestellt sein wird.

Wie Frau Gemeindeammann Beatrice Koller und Vizeammann Jürg Rüttimann an einer Medienorientierung in Jonen ausführten, soll der Schulhausbau keine Auswirkungen auf den Gemeindesteuerfuss haben. Auch im Jahr 2015 soll der Joner Steuersatz
95 Prozentpunkte betragen.

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