Rheinfelden
49'000 Fische nutzen die Aufstiege beim neuen Kraftwerk

Die Anzahl der Fische, die die Aufstiege an den Kraftwerken Rheinfelden und Ryburg-Schwörstadt benutzen, ist deutlich gestiegen. Insgesamt 49'000 Einzelexemplare und 34 Arten wurden verzeichnet.

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Bernd Fischer vom Fischereiverein Schwörstadt lässt Wasser aus dem Zählbecken des Kraftwerks Ryburg-Rheinfelden, um die Fische zählen zu können.

Bernd Fischer vom Fischereiverein Schwörstadt lässt Wasser aus dem Zählbecken des Kraftwerks Ryburg-Rheinfelden, um die Fische zählen zu können.

Elena Bischoff

Die Anzahl der Fische, die die Aufstiege an den Kraftwerken Rheinfelden und Ryburg-Schwörstadt benutzen, ist deutlich gestiegen. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Fischzählung, die für ein Jahr lang bei den von Energiedienst betriebenen Kraftwerken durchgeführt wurde.

In der Regel wird alle zehn Jahre gezählt, beim Kraftwerk Rheinfelden jedoch, das vor sieben Jahren in Betrieb genommen wurde, war die letzte Zählung 2012/2013. Das Ergebnis damals: 40 300 Fische. Bei der aktuellen Zählung waren es mit 49 000 Einzelexemplare und 34 Arten noch einmal deutlich mehr.

Für Jochen Ulrich, Leiter Asset Management und Ökologie bei Energiedienst, ein «beeindruckendes» Ergebnis. Besonders spannend war die Zählung beim Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt, wo die alte Fischtreppe nach der vergangenen Zählung durch zwei neue Fischaufstiege ersetzt wurde.

2000 Fische in Laufenburg

Damals, in den Jahren 2005/2006, wurden in Schwörstadt 2500 Fische und 17 Arten gezählt, aktuell waren es 25 000 Fische und 28 Arten. «Durch die Modernisierung haben wir die Ergebnisse deutlich verbessert», sagt Jochen Ulrich. Erstmals seien auch Äschen aufgestiegen, die im Hochrhein sehr selten sind.

Beim dritten Energiedienst-Kraftwerk in Laufenburg sind die Ergebnisse mit 2000 Fischen und 22 Arten in etwa gleich geblieben wie vor zehn Jahren. Dort wurde die Fischtreppe bisher noch nicht erneuert. In GrenzachWyhlen hingegen, wo der neue Fischaufstieg seit 2008 in Betrieb ist, ist die Anzahl der gezählten Tiere deutlich zurückgegangen-

Die Fischzählung wird vom Bundesamt für Umwelt koordiniert und von Mitgliedern der örtlichen Fischereivereine durchgeführt. Diese waren in den vergangenen 365 Tagen täglich vor Ort, um die Tiere mit einem Käscher aus den Zählbecken zu holen, sie in einer kleinen Wanne zu klassifizieren und dann wieder ins fliessende Gewässer zu entlassen. Eine mühsame, aber sehr spannende Aufgabe, so Bernd Fischer, Vorsitzender des Fischereivereins Schwörstadt.

Ziel der Aktion ist es, herauszufinden, wie sich der Fischbestand entwickelt und ob die Aufstiegshilfen funktionieren. «Nach unserer Interpretation haben wir mit diesen Ergebnissen gezeigt, dass die Aufstiege gut funktionieren», sagt Ulrich.