Kaisten

90 000 Franken für Anbau am Schützenhaus – viel Geld für Verein

Das bestehende Schützenhaus wird um einen Anbau erweitert. Das Vereinslokal mit Erweiterungsbau erhält zudem eine ganzheitliche Heizung. sh

Das bestehende Schützenhaus wird um einen Anbau erweitert. Das Vereinslokal mit Erweiterungsbau erhält zudem eine ganzheitliche Heizung. sh

Die Feldschützen investieren einen Grossteil ihres Vereinsvermögens für Schützenhaus-Anbau. Rund ein Fünftel der Kosten werden durch Sponsorengelder gedeckt, trotzdem stösst der Verein an seine Grenzen.

Beim Schützenhaus der Feldschützen Kaisten tut sich etwas. Auf einer Seite des Gebäudes macht eine bereits betonierte und direkt ans Haus anschliessende Bodenplatte deutlich, dass hier erweitert wird. «Wir beabsichtigen an der Schützenstube beziehungsweise der jetzigen Küche, einen Anbau anzubringen. Er wird uns das Materialhandling und den logistischen Teil vereinfachen. Es geht also nicht um eine Anlagenerweiterung oder um eine Vergrösserung der Schützenstube», erklärt Präsident André Bisig auf Anfrage.

Er führt weiter aus, dass die Feldschützengesellschaft Kaisten eine gesunde Sektion sei, welche in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist und heute auf dem eigenen Schiessstand mit über 50 lizenzierten Mitgliedern mit Zuversicht in die Zukunft schaut. «So wollen wir unsere momentan vorhanden finanziellen Mittel nachhaltig investieren und auch der nächsten Generation eine funktionierende Infrastruktur zur Verfügung stellen.»

Kosten von rund 90 000 Franken

Das Bauvorhaben beziffert sich auf rund 90 000 Franken. Viel Geld für einen Verein. Entsprechend betont Präsident Bisig, dass der Verein damit an seine finanziellen Grenzen stosse und fast das ganze Vereinsvermögen aufgebracht werde. Die Realisation des Anbauprojektes kann zum einen durch erwähntes Vereinsvermögen erfolgen, zum anderen, weil die Feldschützen Kaisten als Trägerverein des Kantonalschützenfestes 2012 finanzielle Mittel erwirtschaften konnten.

«Um weiterhin als Verein voll handlungsfähig zu bleiben, müssen wir zwischen 15 000 bis 20 000 Franken durch Sponsoring generieren.» In einem ersten Schritt konnten nach einem Aufruf bei der Dorfbevölkerung bereits etwas über 8000 Franken eingenommen werden. «Ein riesiges Dankeschön an alle Spender», so Bisig und erklärt, es gehe nun in die zweite Runde.

Im Direktsponsoring können ein oder mehrere Personen beispielsweise eine Türe, ein Fenster, ein Elektrogerät und so weiter übernehmen.» Einen wichtigen Teil bei der Umsetzung des Bauvorhabens leisten die Vereinsmitglieder. Nebst finanziellem Engagement wird aktiv mit angepackt. «Unsere Stärken liegen in der kommenden Ausbauphase. Wir haben alle relevanten Handwerker im Verein», erklärt André Bisig.

Bis Mitte September soll der Ständerbau aufgerichtet und das Dach gedeckt sein. Danach folgen die Isolierung sowie der Innenausbau. Ziel ist es, bis zum 14. November so weit fertig zu sein, dass die Gäste im gewohnten Rahmen bedient werden können. An besagten Datum findet das Nachtschiessen statt. «Im Klartext heisst das, alle packen mit an, jeder im Rahmen seiner Fähigkeiten und zeitlichen Möglichkeiten», ist sich André Bisig sicher, dass sie es im Team rechtzeitig schaffen werden.

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