Am Ende sang das Publikum «Stille Nacht, Heilige Nacht»

Der Kirchenchor Wölflinswil-Oberhof-Wittnau lud gleich zweimal zum Adventskonzert mit reichhaltigem Programm. Nach einer musikalischen Reise durch die Epochen folgte das gemeinsame Finale mit dem Publikum: «Stille Nacht, Heilige Nacht».

Annemarie Schläpfer
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Chor und Orchester nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Epochen. sag

Chor und Orchester nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die Epochen. sag

Seit bald zwanzig Jahren leitet Florian Bamert den Kirchenchor der drei Dörfer, Wölflinswil, Oberhof und Wittnau. Für die diesjährige Adventszeit hat er mit den Sängerinnen und Sängern ein reichhaltiges Programm ausgearbeitet, das am dritten Adventswochenende in den beiden Kirchen von Wittnau und Wölflinswil zur Aufführung gelangte.

Die Premiere fand am Samstagabend in der Kirche Sankt Martin in Wittnau statt. Der Chor und das kleine, ad hoc zusammengesetzte, Kammerorchester weckten die Aufmerksamkeit der Zuhörer in der vollbesetzten Kirche gleich zu Beginn und diese dauerte an, bis der letzte Ton verklungen war und dankbarer Applaus einsetzen durfte.

Lieder aus verschiedenen Epochen

Anfang und Ende des Konzerts, das durch verschiedene Epochen der Musikgeschichte führte, machte Dietrich Buxtehude, der einstige Lehrer von Johann Sebastian Bach. Seine Kantate: «Alles, was ihr tut», für vier Singstimmen, Streichorchester und Basso continuo, mit einem beschwingten Vorspiel des Orchesters, setzte dem ganzen Konzert die Krone auf. Das Programm dazwischen war sehr abwechslungsreich aufgebaut. Gemischte Chöre mit und ohne Orchesterbegleitung, Frauen- und Männerchöre wechselten sich elegant ab.

Händels machtvolle Adventskantate: «Tochter Zion, freue dich», aus dem Oratorium «Judas Maccabaeus», vom gesamten Chor und dem Orchester vorgetragen, und das Abendlied: «Der Mond ist aufgegangen», von Matthias Claudius, zart «a cappella» gesungen von den Frauen, regten beinahe zum Mitsingen an.

Vier neue Adventslieder der beiden zeitgenössischen Komponisten Lorenz Maierhofer und Klaus Heizmann, vom Chor wiederum a cappella gesungen, bereicherten das Konzert mit ihren aktuellen Texten und volksliedartigen Melodien. Sehr schön war auch Rheinbergers romantisches Gebet: «Salve Regina».

Klassiker zum Abschluss

Nachdem der Applaus mit «Standing Ovations» abgeschwollen war, stimmten Chor und Orchester zusammen mit dem ganzen Publikum in die drei Strophen des beliebten österreichischen Weihnachtsliedes von Joseph Mohr und Franz Gruber: «Stille Nacht, Heilige Nacht» ein.

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