Eiken
Ammann befürchtet Verkehrskollaps: Baustellen-Umleitung am Kaistenberg bereitet schon jetzt Sorgen

Vor etwas mehr als einem Jahr stellte das Bundesamt für Strassen (Astra) den zweispurigen Kreisel mit drei Bypässen am Autobahnanschluss Eiken fertig. Dieser ersetzt die Lichtsignal­anlage, die das Astra demontieren liess, um die Durchflussrate durch den hochfrequentierten Verkehrsknoten zu erhöhen.

Dennis Kalt
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Der Kanton will die Situation am Eiker Kreisel beobachten und wenn nötig Massnahmen ergreifen.

Der Kanton will die Situation am Eiker Kreisel beobachten und wenn nötig Massnahmen ergreifen.

dka

Zwar sei der Kreisel für Verkehrsströme, die von Richtung Sisseln und Hardwald kämen angesichts der nun fehlenden Rotlichtphasen eine gute Sache, nicht jedoch für das Nadelöhr, das von der Laufenburger- zur Hauptstrasse in Richtung Dorf führt, wie Gemeindeammann Stefan Grunder sagt. «Selbst in Coronazeiten staut sich hier der Verkehr von der T-Kreuzung bis zum Feuerwehrmagazin rund 300 Meter zurück.» Immerhin, so Grunder, habe der Verkehr über Quartierstrassen und Schleichwege, die Ortskundige illegalerweise nutzten, um den Rückstau zu umfahren, merklich abgenommen. «Bei Kontrollen hat dort die Regionalpolizei so manche Busse ausgestellt.»

Mit etwas Sorgen blickt Grunder auf die anstehende Sanierung der Kaistenbergstrasse zwischen Kaisten und Frick. Nach der ersten Bauetappe mit zwei Lichtsignalanlagen, die im Sommer zu Ende geht, gilt ab der zweiten Bauetappe ein Fahrverbot für sämtlichen Verkehr. Umgeleitet wird der Verkehr via Hardwald und Eiken. Dann, wenn Hunderte Autos zusätzlich den Eiker Verkehrsknoten passieren, befürchtet Grunder, dass es ohne Massnahmen zu einem Verkehrskollaps kommen könnte. «Wir stehen deswegen mit dem Kanton in Kontakt.»

Prognosen sind ­Kaffeesatzleserei

Dass sich der Perimeter um den Eiker Verkehrsknoten infolge der Umleitung zu einer heiklen Stelle entwickeln könnte, ist auch Fabian Gasser, Projektleiter beim Baudepartement, bewusst. Täglich verkehrten rund 4500 Autos über den Kaistenberg. Im Voraus zu sagen, wie viele hiervon den Eiker Knoten passierten, sei jedoch Kaffeesatzleserei. «Wir werden die Situation beobachten und wenn nötig Massnahmen treffen», so Gasser. Man würde hierfür im regelmässigen Austausch mit den umliegenden Gemeinden stehen und allfällige Massnahmen miteinander besprechen.

Wenn nötig, so Gasser, könne man mit einer Lichtsignalanlage oder einem Verkehrsdienst den Verkehrsfluss im Perimeter des Eiker Knotens beeinflussen. «Das sind Massnahmen, die wir sehr kurzfristig umsetzen können.» Wenn der Druck infolge der Umleitung auf den Eiker Knoten zunimmt, gelte es auch, einen Blick auf die Autobahnausfahrt von Richtung Zürich her zu nehmen. «Hier muss ein Rückstau bis auf die Autobahn vermieden werden», so Gasser.