Frick

Auf der grünen «Lammet»-Wiese sollen schon bald 225 Wohnungen gebaut werden

Im Gebiet Lammet entsteht ein neues Arbeits- und Wohnquartier.

Im Gebiet Lammet entsteht ein neues Arbeits- und Wohnquartier.

Um der Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden, ist im Gebiet «Lammet» in Frick eine neue Wohnzone geschaffen worden. Hier sollen 180 bis 225 Wohneinheiten zu stehen kommen. Rund 400 Personen sollen dann hier ein neues Zuhause finden.

Die Attraktivität der Gemeinde Frick als Wohn- und Arbeitsort ist ungebrochen. Allein in den letzten zehn Jahren wuchs die Gemeinde um 800 auf 5200 Einwohner. Um die Nachfrage nach Wohnraum decken zu können, ist im Gebiet «Lammet» hinter der Bahnlinie eine neue Wohn- und Arbeitszone mit 180 bis 225 Wohneinheiten geplant. Insgesamt bietet das Wohnquartier, das sich über vier Hektaren erstreckt, Wohnraum für 350 bis 500 Einwohner.

Das Gebiet will die Gemeinde nun erschliessen und beantragt der Gemeindeversammlung für Strassenbau, Bachöffnung, Lärmschutz und Werkleitungen einen Kredit über 9,9 Millionen Franken. An diesen Kosten müssen sich die Grundeigentümer mit 5,7 Millionen Franken beteiligen; die Lärmschutzmassnahmen beispielsweise, die wegen der Bahnlinie nötig sind, tragen sie.

Dennoch: Die Nettoschuld der Gemeinde, die aktuell bei rund 14 Millionen Franken liegt, wird kurzfristig stark ansteigen. Für Alois Leuthard, Präsident der CVP Frick, ist klar, dass man die Investition tätigen muss. Die Frage sei aber, ob der Zeitpunkt der richtige sei und ob man diese Investition derzeit verkraften könne. Auch FDP-Ortspräsident Rudolf Heusser spricht von einer «hohen Summe». Nur: «Wenn man sich weiterentwickeln will, muss man Geld in die Hand nehmen.» SVP-Ortspräsident Isidor Bürgi wollte sich gestern noch nicht zum Kreditantrag äussern, da die Partei die Traktanden der Gmeind erst am Abend diskutierte.

Für Gemeinderat Thomas Stöckli ist klar: Die Investitionen sind richtig und wichtig. Er relativiert zudem die 4,2 Millionen Franken, die auf die Gemeinde zukommen. Mit dem Verkauf einer gemeindeeigenen Parzelle in diesem Gebiet sowie den Anschlussgebühren hole man das Geld wieder herein. «Ziel einer Baugebietserschliessung muss es sein, dass sie sich selber finanziert.» Das sei auch hier der Fall, «allerdings braucht es fünf, sechs Jahre».

Noch kein neuer Durchstich

Nicht im Projekt enthalten ist die neue Verbindungsstrasse vom Quartierende zum Kreisel «Bölli». Aus gutem Grund: Die neue Erschliessung beinhaltet einen breiteren Durchstich unter der Bahnlinie hindurch – und das wird teuer. Für die Verkehrsfrequenz, die das neue Quartier bringe, reiche die bisherige Anbindung, sagt Stöckli. Ein neuer Durchstich sei erst dann nötig, wenn die Verbindung hinter dem Bahnhof nach Gipf-Oberfrick spruchreif sei.

Bis Mitte 2017 will die Gemeinde die Erschliessung abgeschlossen haben. Geplant ist, das Gebiet verdichtet und von Süden her (Bahnhof) zu überbauen. Insgesamt entstehen auf dem Areal acht Wohnhöfe, je vier mit Mehrfamilien und Doppeleinfamilienhäusern.

Gemeindeversammlung: Freitag, 27.  November, 20.15 Uhr, Mehrzweckhalle 1958.

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