Orientierungslauf WM

Bänderriss am Fuss: Für einmal keine WM-Medaillen für die Kyburz-Brüder

Im Mitteldistanz-Rennen übertrat sich Matthias Kyburz erneut den Fuss und musste sich danach mit dem 18. Rang begnügen.

Im Mitteldistanz-Rennen übertrat sich Matthias Kyburz erneut den Fuss und musste sich danach mit dem 18. Rang begnügen.

Die Möhliner Orientierungsläufer verpassen zwar Edelmetall – mit den gezeigten Leistungen sind sie aber zufrieden.

Fünf Wochen vor den Orientierungslauf-Weltmeisterschaften in Norwegen zog sich Matthias Kyburz einen Bänderriss am Fuss zu. Statt einer idealen Vorbereitung auf die WM wurde die letzte Phase zum Wettlauf gegen die Zeit. Diesen gewann der Fricktaler – und liess zum Auftakt der Titelkämpfe in der Qualifikation über die Mitteldistanz aufhorchen: Er gewann seinen Lauf. Dies sei überraschend gewesen, sagt er. «Und es gab mir Mumm für das Langdistanz-Rennen am nächsten Tag.»

Für eine Medaille reichte dies aber ganz knapp nicht. Nach 93 Minuten Renndauer fehlten Kyburz drei Sekunden aufs Podest. «Mit meiner Leistung bin ich extrem zufrieden», sagt er. Viele hätten ihm ein solches Resultat nach der Verletzung kurz vor der WM nicht zugetraut. «Aber natürlich bin ich auch enttäuscht, dass es so knapp nicht zur Medaille gereicht hat.

Nach der verpassten Medaille habe er sofort an die weiteren Chancen gedacht, so Kyburz weiter. Doch über die Mitteldistanz übertrat er sich den angeschlagenen Fuss erneut. «Danach kamen die Schmerzen zurück.» Und auch die Gedanken seien dadurch abgeschweift. Zwar konnte Matthias Kyburz das Rennen noch fertig laufen, doch mehr als Rang 18 lag unter diesen Umständen nicht drin.

Forfait für die Staffel – Rang 9 für Andreas Kyburz

Nach der erneuten Verletzung musste Kyburz auch für die Staffel zum WM-Abschluss forfait geben. «Ein Einsatz im Team macht nur Sinn, wenn man hundertprozentig fit ist», ist für ihn klar. Und selbst gestern, zwei Tage nach dem Staffelrennen, «kann ich zwar einigermassen gehen, aber rennen käme nicht infrage».

Matthias Kyburz’ Bruder Andreas stand dieses Jahr nur über die Mitteldistanz im Einsatz. Dabei belegte er Rang 9. «Ich ziehe ein positives Fazit», sagt er. «Ich konnte meine Leistung abrufen.» Er habe viel in die Vorbereitung investiert und unter anderem rund zehn Wochen in Skandinavien trainiert. Den «Heimvorteil» der Skandinavier konnte er damit aber dennoch nicht ganz wettmachen. «Sie haben diesen ideal genützt.» Tatsächlich belegten zwei Norweger und zwei Schweden die ersten vier Ränge über die Mitteldistanz.

Für Andreas Kyburz stehen nun in dieser Saison noch die Weltcup-Rennen in Laufen (Ende September) und in China (Ende Oktober) als Höhepunkte auf dem Programm. Auch Matthias möchte an beiden Anlässen teilnehmen. «Es wäre schön, in Laufen am Start zu stehen, aber ich muss nun erst einmal den Heilungsprozess am Fuss abwarten.»

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Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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