Kaisten

Beim Umbau vom Mitteldorf steht der Dorfkern im Zentrum

So soll das Mitteldorf einmal aussehen – Stand Juni 2016. Archiv/zvg

So soll das Mitteldorf einmal aussehen – Stand Juni 2016. Archiv/zvg

Die Gemeinde arbeitet an einem neuen Gesicht für ihr Mitteldorf. Voraus geht ein Baugesuch für drei Mehrfamilienhäuser.

In Kaisten plant man, das Mitteldorf umzubauen. Nun wurde das erste Baugesuch eingereicht. Aber nicht etwa die Gemeinde macht diesen ersten Schritt. Nein, die JKB Immobilien AG aus Frick präsentiert als erste ihre genauen Pläne der Öffentlichkeit. Das Unternehmen plant, im Dorfzentrum drei Mehrfamilienhäuser mit Autoeinstellhalle zu errichten. Die Gemeinde will eine Begegnungszone schaffen. Das Projekt Mitteldorf ist seit längerem bekannt und wurde vergangenen Sommer auch schon an einer Gemeindeversammlung diskutiert. Damals hat der Souverän dem Begegnungszonenbau zugestimmt.

Damit die drei Gebäude überhaupt Platz haben, müssen zwei bestehende abgerissen werden: ein Bauernhaus an der Dorfstrasse und das Restaurant Gambrinus im Mitteldorf. Das Abrissgesuch geht einher mit dem Baugesuch. Dieses kann ab Freitag auf der Gemeindeverwaltung Kaisten für einen Monat eingesehen werden.

Ein Baugesuch bleibt ausstehend

Wann die Gemeinde Kaisten mit einem Baugesuch nachziehen wird, ist derzeit aber noch nicht ganz klar. «Wir sind aber bereits mit der Raiffeisenbank und der Landwirtschaftlichen Konsumgesellschaft in Kontakt. Wir möchten sie gut in die Besprechungen und Planungen einbinden», sagt der Kaister Gemeinderat Oliver Brem. Den Termin für die Einreichung des Baugesuchs schätzt Brem auf März oder April dieses Jahres.

Speziell an diesem Projekt ist die Vorgehensweise des Gemeinderats: Im vergangenen Juni beantragte dieser bei seiner Gemeinde, der JKB Immobilien AG drei Parzellen zu verkaufen und im gleichen Atemzug eine Teilfläche von ihr zurückzukaufen, die sie dann zu einer Begegnungszone umgestalten werden.

Eine weitere offene Frage ist, ob die Ortsbürger eines der drei Mehrfamilienhäuser kaufen werden. «Dies wird sehr wahrscheinlich ein Traktandum an der Gemeindeversammlung im kommenden Sommer sein, über das wir abstimmen», sagt Brem. Dann also könnte sich entscheiden, ob die bereits erteilte Ermächtigung für den Kauf eines der Häuser vom Gemeinderat genutzt werden kann.

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