Böztal
Dorfladen mit gemischter Startbilanz: Betreiberin hat schon einige Stammkunden gewonnen – «aber im Café harzt es noch»

Mitte März eröffnete Jacqueline Lerf den Elfinger Dorfladen mit dem «S‘Poschti-Chörbli» neu. Richtig rund läuft es am Samstag. Für die anderen Tage wünscht sie sich aber mehr Kundschaft. Die Betreiberin ist guten Mutes und fasst eine Änderung der Öffnungszeiten ins Auge.

Dennis Kalt
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Jacqueline Lerf eröffnete vor gut zwei Monaten den Elfinger Dorfladen mit dem «S‘Poschti-Chörbli» neu.

Jacqueline Lerf eröffnete vor gut zwei Monaten den Elfinger Dorfladen mit dem «S‘Poschti-Chörbli» neu.

Dennis Kalt (11. März 2022)

Die ersten zwei Monate ihres neuen Abenteuers liegen hinter Jacqueline Lerf. Am 12. März eröffnete sie den leerstehenden Elfinger Dorfladen mit ihrem «S’Poschti-Chörbli» wieder. Neben dem Verkauf von Produkten aus der Region und des täglichen Bedarfs serviert die Alleinunterhalterin gleichzeitig Kaffee und Kuchen im dazugehörenden Café.

Lerf zieht eine gemischte Startbilanz. Positiv sei, dass sie sich bereits eine Stammkundschaft aufgebaut habe. «Darüber bin ich glücklich», sagt sie, schiebt aber nach:

«Es könnten sicherlich noch mehr Kundinnen und Kunden sein.»

Bei der Kundschaft handle es sich vornehmlich um alt Eingesessene aus Elfingen. Vereinzelt kämen auch mal jüngere Kundinnen und Kunden oder Bewohnerinnen und Bewohner aus den umliegenden Dörfern zum Einkaufen vorbei.

Samstag ist der umsatzstärkste Tag

Geöffnet hat Lerf den Dorfladen samt Café am Montag, Mittwoch und Freitag jeweils von 9 bis 13 Uhr sowie am Samstag von 9 bis 14 Uhr. Der Samstag sei mit etwa 1000 Franken und rund 20 Kunden ihr umsatzstärkster Tag. An den anderen Tagen sei die Kundenfrequenz noch ausbaufähig. «An diesen Tagen wäre ich mit gut der Hälfte des Umsatzes eines Samstages schon glücklich», sagt sie.

Motiviert in den ersten Wochen haben Lerf die vielen wohlwollenden Worte, die sie erhalten habe. Etwa, wenn ihr Sortiment gelobt worden sei oder ihr die Kundschaft als «aufgestellte Bedienung» ein Kränzchen gewunden habe. Froh ist Lerf darüber gewesen, dass es Rückmeldungen der Kunden über Produkte gab, die diese im Sortiment vermisst hatten. Dazu gehörten etwa Rapsöl, Maizena oder auch Handseife.

Besonders gut angekommen seien bis anhin Produkte von lokalen Produzenten, die Lerf im Dorfladen anbietet. Dazu zählen etwa Joghurt aus Leibstadt oder Gemüse aus dem Dorf. Lerf sagt:

«Der Renner, jetzt, mit Beginn der Grillsaison, ist Fleisch vom ‹Chästhal Metzg› aus Effingen.»

Guten Absatz finden darüber hinaus Grundnahrungsmittel wie Milch und Butter oder etwa auch Backhefe.

Bislang nur wenige Gäste im Café

Ein Ziel von Lerf ist es, mitunter auch Einkauf und Genuss durch das Café miteinander zu verbinden. Gleichzeitig im Laden und Café zu sein, bezeichnete sie damals als grosse Herausforderung. Doch bisher seien die Besucherzahlen im Café relativ mau. «Da harzt es noch», sagt sie.

Etwas abändern wird Lerf aller Voraussicht die Öffnungszeiten des Dorfladens. Angedacht ist, am Montag den Laden geschlossen zu halten und ihn dafür künftig am Dienstagnachmittag zu öffnen. Dies hat zwei Gründe: Erstens sei der Montag der schwächste Öffnungstag. Zweitens wird ihr Laden künftig dienstags statt am Samstag beliefert.

Für die kommenden Wochen hofft Lerf, dass noch der eine oder andere ‹Gwundrige› in ihrem Laden vorbeischaut und sie so bald noch mehr Stammkunden gewinnt. «Ich bin ja auch erst ein paar Wochen hier», sagt denn auch guten Mutes.

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