Frick

Corona-Isolierstation: Erkrankte Asylbewerber kommen in die Containeranlage im Werkhof

Im Kanton Aargau wird die nicht mehr genutzte Containeranlage im Werkhof in Frick ab Montag als Corona-Isolierstation für erkrankte Asylsuchende genutzt. Geplant ist, dass in der Isolierstation höchstens 50 Personen untergebracht und betreut werden.

Mindestens zwei Flüchtlinge, die in Asylzentren des Kantons leben, sind mit dem Coronavirus infiziert (AZ vom 31. März). Am Dienstag sagte Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, sie würden in einer geeigneten Unterkunft einquartiert. Nun ist klar: Der frühere A3-Werkhof in Frick wird zur Corona-Isolierstation für Flüchtlinge. Das teilte die Staatskanzlei am Freitag mit und schrieb gleichzeitig, dass es unter Asylsuchenden im Aargau mehrere Coronafälle gebe.

Wegen der gemeinsamen Nutzung von Räumen wie Küche oder Badezimmer sowie teilweise engen Platzverhältnissen sei es in Asylunterkünften kaum möglich, erkrankte Personen adäquat zu isolieren. Gallati habe daher in Absprache mit der Gemeinde entschieden, den Werkhof in Frick als Isolierstation für erkrankte Asylsuchende zu nutzen. Bis Ende März hatte der Kanton dort in einer Halle eine Asylunterkunft für alleinstehende Männer betrieben.

Oktober 2015 – In Frick entsteht ein Dorf mit 60 Ikea-Hütten für Asylbewerber:

In Frick entsteht ein Dorf mit 60 Ikea-Hütten für Asylbewerber. (Tele M1, 29.10.2015 )

In Frick entsteht ein Dorf mit 60 Ikea-Hütten für Asylbewerber.

Die Unterkunft wurde planmässig geschlossen, die Bewohner in andere Asylunterkünfte verlegt. Aufgrund der aktuell ausserordentlichen Lage könne dieser Werkhof ohne Verzug als Isolationsstation eingerichtet werden, hält die Staatskanzlei fest. Die erforderlichen Bewilligungen mit den damit verbundenen Rechtsmittelverfahren würden im Nachgang eingeholt.

Nicht mehr als 50 Personen in der Coronastation

Die Containeranlage wird ab dem kommenden Montag schrittweise zur Isolierstation umgenutzt. Geplant ist, dass in der Isolierstation in Frick höchstens 50 Personen leben. In der Unterkunft werden am Coronavirus erkrankte Personen mit leichtem Krankheitsverlauf und Verdachtsfälle untergebracht. Betrieb und Sicherheit werden gemäss Angaben des Kantons während 24 Stunden gewährleistet, medizinisches Personal befindet sich ebenfalls vor Ort.

Die Bewohner werden in Isolation leben und zentral verpflegt. So könne eine Verbreitung innerhalb und ausserhalb der Unterkunft vermieden werden. Der Betrieb sei vorerst für die Monate April und Mai vorgesehen, je nach Entwicklung der Pandemie müsse die Nutzung jedoch verlängert werden.
Zum Einsatz und zur Unterstützung vor Ort kommen Organisationen wie der Kantonale Sozialdienst, die Securitas, medizinisches Personal sowie der Zivilschutz. Für die Verpflegung wird eine Lösung in der Region gesucht. (sda/fh)

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