Fricktal

Corona trübt die Winterfreuden – und das auch bei den Schülern

Skigebiete bleiben geschlossen oder Corona-Massnahmen verunmöglichen ein sicheres Klassenlager. Ein schwieriges Jahr für Skilager.

Skigebiete bleiben geschlossen oder Corona-Massnahmen verunmöglichen ein sicheres Klassenlager. Ein schwieriges Jahr für Skilager.

Obermumpf sagte das Schulskilager bereits ab und es bleibt nicht das einzige Opfer der Pandemie. Es ist aber noch nicht bei allen Fricktaler Gemeinden klar, ob die Lager im 2021 stattfinden können.

Seit dem 21. September steht fest: Das Schulskilager Obermumpf 2021 wird abgesagt. «Die nationalen Vorschriften betreffend Covid-19 machen es für uns leider unmöglich, das Lager in einem vernünftigen Rahmen durchführen zu können.» So begründete die Ski­lagerkommission das Aus.

Das Schneesportlager der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) in Rheinfelden hätte in der Woche von 14. bis 19. Februar 2021 stattfinden sollen. Es ist abgesagt. Es fällt aber nicht aus, weil die Schulleitung das Risiko als zu hoch einschätzte. Der Grund ist, dass das Skigebiet, das die KUF seit Jahrzehnten besucht, in der Saison 2020/21 erst gar nicht aufmacht. Es sind die Fideriser Heuberge. KUF-Sportlehrer David von Arx: «Es ist das erste Mal, dass das Rheinfelder Schneesportlager nicht stattfinden kann. Wir wussten von dem Entscheid des Skigebiets seit Mitte September. Doch das war zu kurzfristig, um noch etwas Neues zu suchen.»

Unterkunftsvermieter verlangt schon jetzt Geld

«Wir probieren es», sagt Damien Müller vom Verein Skilager Gansingen. Die Nachfrage nach den Plätzen beflügelt ihn. «Stand heute haben wir 16 Anmeldungen. Und die Werbung an der Kreisschule Regio Laufenburg hat noch gar nicht begonnen», berichtet er. Bis zum 16. Oktober sind noch Anmeldungen möglich. Bis dahin müssen 50 vorliegen, um die Lagerwoche zumindest mit einer schwarzen Null abzuschliessen.

«Die nächsten Tage wird eine Zahlung an den Unterkunftsvermieter in Elm (GL) in Höhe von 6000 Franken fällig», so Müller. Es ist Geld, das ver­loren wäre, sollte das 2021er-­Lager mangels Teilnehmer doch abgesagt werden müssen. Schüler aus Gansingen, Mettauertal, Sisseln, Laufenburg und Kaisten wären sicher enttäuscht. 2020 waren 80 mit von der Partie. Sollte der Verein auf den 6000 Franken sitzenbleiben, hätten Gansingen und Mettauertal bereits signalisiert, helfen zu wollen. Doch auch von anderer Seite gebe es Druck: Das Carunternehmen wolle bald Klarheit darüber haben, ob das Lager stattfindet, berichtet Müller.

Spontane Entscheidungen und Teilnehmerbegrenzungen

Davon, dass Schüler aus Herznach und Umgebung im Februar auf der Fiescheralp fahren, geht Lagerleiter Marco Rubin aus. «Wir erarbeiten gerade ein Schutzkonzept. Bis Ende Oktober sollten wir Klarheit haben», sagt er. Offen sei, in welchem Rahmen und in welcher Grösse das Lager stattfinde. Die Teilnehmerzahl müsse womöglich auf 30 begrenzt werden.

Etwa 30 meist Oberstufenschüler der Kreisschule Wegenstetten-Hellikon fuhren noch dieses Jahr ins Skilager nach Lavin (GR). Ob sie 2021 auch wieder dorthin aufbrechen, ist laut Schulleiter Urs Hasler offen. «Der Entscheid wird in den nächsten zwei Wochen fallen. Glücklicherweise haben wir einen verständnisvollen Unterkunftsanbieter, der noch warten kann», berichtet Hasler.

Das Schneesportlager Schupfart ist der Pandemie wegen zwar noch nicht gestrichen. Dennoch hat auch dort das Virus schon zugeschlagen: Die Kommission Schneesportlager hat das Spaghetti-Essen abgesagt. Es dient dazu, Geld einzunehmen, um die Teilnahmekosten für die Eltern zu verringern. Stattdessen wird es an drei Sonntagen einen Gipfeli-Heimlieferservice geben. Zumindest hat das Virus dem Erfindungsreichtum der Lagerveranstalter bisher nichts anhaben können.

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