Obermumpf

Coronavirus bremst «Rössli» – Wirt Ljubomir Klincov ist dennoch zuversichtlich

Das «Rössli» wurde umfassend renoviert.

Das «Rössli» wurde umfassend renoviert.

Die Renovierung vom «Rössli» in Obermumpf ist eigentlich abgeschlossen. Nun macht das Coronavirus dem Wirt Ljubomir Klincov einen Strich durch die Rechnung. Er wartet noch auf Möbel und einen Wiedereröffnungstermin.

Eigentlich wären das ja gute Neuigkeiten für die Obermumpferinnen und Obermumpfer: Das «Rössli» – das mittlerweile einzige Restaurant im Dorf – könnte schon bald wiedereröffnen. «Die Renovations- und Umbauarbeiten sind abgeschlossen», sagt Ljubomir Klincov. Es sind Worte, auf welche die Obermumpfer lange gewartet haben. Klincovs kauften das Gebäude im Herbst 2016 mit der Absicht, das Restaurant nach einer kurzen Renovation wiederzueröffnen. Der Renovationsbedarf erwies sich aber als deutlich grösser als erwartet. Und: Der designierte Wirt erledigte die Arbeiten, soweit möglich, selber.

Nun aber wäre es bald so weit, die Wiedereröffnung könnte geplant werden. Nur einige Möbel sollen in den nächsten Tagen noch geliefert werden, wobei Klincov nicht weiss, ob das angesichts der Massnahmen gegen das Coronavirus auch passiert. Aber nicht nur auf die Möbellieferung hat das Coronavirus möglicherweise einen Einfluss, sondern auch auf den Termin der Wiedereröffnung. Restaurants sind derzeit geschlossen und werden es wohl noch eine Weile bleiben. Das weiss auch Klincov. «Wir müssen vermutlich noch etwas Geduld haben», sagt er. Er hadert allerdings nicht mit der Situation. «Das bringt nichts, wir können ja nichts daran ändern. Deshalb nehmen wir die Situation, wie sie ist.»

Die Vorfreude darauf, sich im «Rössli» den Traum vom eigenen Restaurant erfüllen zu können, ist Ljubomir Klincov anzuhören – trotz der Ungewissheit darüber, wann es so weit ist. Geplant ist, das «Rössli» dereinst als Familienbetrieb zu führen. Auf der Speisekarte sollen neben einigen Klassikern aus der Schweizer Küche auch Spezialitäten aus Klincovs Heimat Ex-Jugoslawien stehen. Und für die Obermumpferinnen und Obermumpfer sind das alles doch irgendwie gute Neuigkeiten: Ist die Coronakrise nämlich dereinst vorbei, haben sie mit allergrösster Wahrscheinlichkeit eine Dorfbeiz, in der sie das auch feiern können.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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