Frick
Dackel «Waldi» inszeniert die «Vier Jahreszeiten» kindergerecht

Das Ensemble «Camerata da Vinci» bringt Kindern Werke aus der klassischen Musikliteratur näher. So auch am gelungenen Kindermatinee zu Antonio Vivaldis «Vier Jahreszeiten» in Frick.

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Die Erzählerin, Claudia Abraham, ermuntert die Kinder zum Zeichnen. sag

Die Erzählerin, Claudia Abraham, ermuntert die Kinder zum Zeichnen. sag

Annemarie Schläpfer

Ziemlich genau vor einem Jahr hat das Ensemble «Camerata da Vinci» den Kindern den Herbst und den Winter aus Antonio Vivaldis beliebtem Zyklus «Die Vier Jahreszeiten» nahegebracht. Am Sonntagnachmittag durften die Kinder mit Waldi, dem munteren Dackel, den Frühling und den Sommer erleben.

Es ist zu einer schönen Tradition geworden, dass unter Dieter Wagners Leitung den Kindern seit einigen Jahren jeweils im Januar Werke aus der klassischen Musikliteratur auf amüsante Weise zugänglich gemacht werden. Die diesjährige Aufführung hatte zudem noch eine ganz besondere Note, indem Doris Eisenburger anwesend war. Sie hat die Geschichte vom Dackel Waldi in einem Bilderbuch erzählt und gemalt.

Während der musikalischen Aufführung konnte das junge Publikum zusammen mit den Eltern und Grosseltern zuschauen, wie so ein Bild entsteht: Die Künstlerin zeichnete mit sicheren Strichen ein aussagekräftiges Bild auf die grosse Staffelei, die neben dem Streicherorchester platziert war – die rothaarige Katze Minka, voller neuerwachter Lebenslust, und der Dackel Waldi, der auf der Flöte ein Frühlingsliedchen bläst. Wurde er vielleicht vom Rotkehlchen neben der am Gartenzaun turnenden Minka beflügelt?

Der Venezianer Antonio Vivaldi jedenfalls wurde zu seiner wunderschönen Musik von der Natur inspiriert. «Hört ihr den Vogel singen?», fragte die Erzählerin, Claudia Abraham, die Kinder und Giovanni Barbato, der virtuose Soliviolinist der Camerata, spielte die Passage einzeln vor, bevor sie nochmals im ganzen Satz zu hören war.

In der gleichen Zeit, in der das Bild entstand, lernten die Kinder, unterstützt durch Waldis naive Fragen, in der Musik einen bellenden Hund, einen schlafenden Schafhirten, das Sirren der Mücken oder den rollenden Donner zu unterscheiden, und zum Schluss durften sie sogar selber noch auf einer für sie bereitstehenden Staffelei zeichnen. (sag)

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