Sisseln
Das Armeefahrzeugtreffen ermöglicht Einblicke ins Soldatenleben

Am Armeefahrzeugtreffen versammeln sich Begeisterte mit Panzern, Jeeps und Transportern. Der Convoy am Samstagnachmittag quer durchs Fricktal soll beweisen, dass die Oldtimer nicht nur stehen können.

Nadine Pfeifer
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Peter Kneubühl, Roland Sütterlin und François Quidort (v.l.) sind bereit für die fünfzig angemeldeten Armeefahrzeuge.

Peter Kneubühl, Roland Sütterlin und François Quidort (v.l.) sind bereit für die fünfzig angemeldeten Armeefahrzeuge.

Nadine Pfeifer

Die Leopardine, ein Panzer im Leo-Look, macht sich schon bald auf den Weg ins Fricktal. Für das zweite internationale Armeefahrzeugtreffen vom Freitag, 5. Juni, bis Sonntag, 7. Juni, strömen ungefähr 50 Gruppen und Vereine mit ihren Transportern, Motorrädern, Jeeps, Panzern und sonstigen Militärfahrzeugen nach Sisseln.

Im Doppeldecker übers Fricktal

Und die Oldtimer «können nicht nur stehen», beteuert Peter Kneubühl. Das wird man am Samstagnachmittag mit einem Convoy quer durchs Fricktal beweisen.

Für Unterhaltung ist auch auf dem Areal an der Grossmattstrasse gesorgt. Ein Highlight wird die Mitfluggelegenheit in einem russischen Passagierflieger sein. Für fünfzig Franken kann man mit einem Militärfahrzeug zum Flugplatz Schupfart fahren und dort im Doppeldecker abheben.

Bei der Eröffnungsfeier am Freitag spielt die Basler Dudelsackpfeifer-Gruppe «The Pipes and Drums of Basel», die Schweizerfahne wird von Fallschirmspringern überbracht und am Freitagabend tritt eine Rockabillyband auf. In der «Soldatenstube» und an der «Unheilbar» wird für Verpflegung gesorgt. Die «Unheilbar» stellt eine Militärsanität nach. «Letztes Mal sah es gruselig aus», so Peter Kneubüehl.

Keine Kriegsverherrlichung

Es gehe am Armeefahrzeugtreffen keineswegs darum, den Krieg zu verherrlichen. «Die Faszination an der Technik macht es aus und an der Innovation von damals», erklärt François Quidort, OK-Mitglied und Chef der Abteilung Food.

Letztes Jahr besuchten 1000 Neugierige den Anlass. Da dieses Jahr doppelt so viele Fahrzeuge anwesend sein werden, hofft das OK, diese Zahl toppen zu können. Für Kinder ist der Eintritt gratis, Erwachsene bezahlen fünfzehn Franken. «Wir wollen familienfreundlich sein und finanziell einfach wieder rauskommen», sagt Roland Sütterlin, Pressechef des D-Day-Vereins.

Auch für ein Helferessen mit den rund 160 ehrenamtlichen Helfern sollen die Einnahmen reichen. «98 Prozent von ihnen sind Wiederholungstäter vom letzten Jahr», schmunzelt Peter Kneubühl. Unter ihnen sind auch mehrere Frauen. «Sie sind alle Feuer und Flamme und stehen hinter der Sache», sagt François Quidort.