Stein

Das Dauerparkieren hat sich im Dorf zum Ärgernis entwickelt

Autos auf der Rheinbrückstrasse in Stein – einfach neben den markierten Feldern abgestellt: Parkierungsreglement soll Abhilfe schaffen. – Foto: chr

Autos auf der Rheinbrückstrasse in Stein – einfach neben den markierten Feldern abgestellt: Parkierungsreglement soll Abhilfe schaffen. – Foto: chr

Dauerparkierer, die in Stein ihre Autos in den Quartieren parkieren, gehen den Anwohnern ganz gehörig auf den Wecker. Der Gemeinderat verspricht Abhilfe durch die Schaffung eines neuen Parkierungsreglements.

Dauerparkieren auf den Quartierstrassen und Autos, die auf der Suche nach einem Parkplatz durch die Quartiere irren: Stein will die Situation in den Wohnquartieren beruhigen und hat eine zwölfköpfige Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich seit ein paar Wochen intensiv mit einem neuen Parkierungsreglement auseinandersetzt. Am 24. Februar präsentiert die Kommission ihre Vorschläge. Mit einem Mitwirkungsverfahren soll die Meinung der Bevölkerung abgeholt werden.

Die Gemeinde Stein muss aus mehreren Gründen ihr Parkierungsreglement überarbeiten. Gemeindeammann Hansueli Bühler erklärt: «Es gibt immer mehr Autos und gleichzeitig ist das Angebot an öffentlichen Parkplätzen begrenzt. Das führt dazu, dass je länger je öfter Fahrzeuge falsch parkiert werden. Ausserdem bereitet uns Sorge, dass die Autofahrerinnen und Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz in die Quartiere ausweichen.»

Die Bevölkerung wehrt sich

Die Folge: Reklamationen aus der Bevölkerung häufen sich. Stein reagiert darauf mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Experten, dem Gemeinderat, Mitarbeitenden der Gemeinde und Einwohnern, die derzeit ein neues Parkierungsreglement ausarbeitet. Im Fokus stehen vor allem zwei Gebiete: Im Zentrum betrifft es die Langacker- und die Brotkorbstrasse und beim alten Zoll die Rheinbrückstrasse. Alle öffentlichen Parkplätze sind ebenfalls betroffen.

Mehr Lebensqualität in den Quartieren

Die Arbeitsgruppe hat in den Diskussionen der letzten Wochen alle Pro und Kontra abgewogen und präsentiert einen ausgewogenen Massnahmenkatalog. Hansueli Bühler: «Wir wollen den öffentlichen Raum nicht zugeparkt wissen. Darum sollen die Parkplätze im öffentlichen Raum in erster Linie dem Kurzzeitparkieren dienen und von Besucherinnen und Besuchern und der Kundschaft genutzt werden können.

Es soll also kein Problem sein, für eine kurze Zeit das Auto abzustellen, um eine Besorgung zu erledigen oder jemanden zu besuchen.» Hansueli Bühler weiter: «Wo wir klar den Hebel ansetzen wollen, ist beim Dauerparkieren. Das soll zwar auch in Zukunft möglich sein, aber nur für Anwohner. Zudem soll Dauerparkieren im öffentlichen Raum nicht mehr kostenlos sein. Wir erhoffen uns davon mehr Lebensqualität in den Quartieren. Weniger Autoverkehr bedeutet weniger Lärm und weniger Suchverkehr bedeutet mehr Ruhe».

Jetzt ist die Meinung der Einwohnerinnen und Einwohner von Stein gefragt. Am Montag, 24. Februar, wird um 19 Uhr im Saalbau eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt. Der Mitwirkungsprozess zum neuen Parkierungsreglement dauert vom 25. Februar bis zum 10. März.

«Gute, ausgewogene Lösung»

Gemeindeammann Hansueli Bühler hält fest: «Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen, Wünsche und Anregungen im Rahmen eines öffentlichen Mitwirkungsprozesses einzubringen. Wir wollen die Meinung der Steinerinnen und Steiner hören, weil wir eine gute, ausgewogene Lösung für Stein wollen, die passt und funktioniert». Anschliessend werden die Antworten ausgewertet; sie fliessen in das neue Parkierungsreglement von Stein ein. (az)

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