Effingen

Das Landmaschinen-Unternehmen braucht mehr Platz

Anstelle dieses Hauses hat Jürg Müller AG eine Werkstatthalle geplant.

Anstelle dieses Hauses hat Jürg Müller AG eine Werkstatthalle geplant.

Die aktuelle Werkstatt der Jürg Müller AG im Dorfzentrum von Effingen ist zu klein. Um einen Neubau zu realisieren, muss zuerst ein Haus abgerissen werden.

Etappenweise hat Jürg Müller in den letzten 29 Jahren sein Landmaschinen-Unternehmen an der Bözbergstrasse in Effingen aufgebaut und vergrössert. Mittlerweile besteht das Team aus sieben Mitarbeitern, zwei davon sind Lernende. «Beim Arbeiten in der bestehenden Werkstatt stehen sie sich manchmal fast auf die Füsse», sagt Inhaber Jürg Müller. Nun will der Landmaschinenmechaniker-Meister seinen Betrieb massiv vergrössern.

Dazu soll das leerstehende Einfamilienhaus auf der rechten Seite der Werkstatt abgerissen werden. «Das Haus hat eine schlechte Bausubstanz», sagt Müller. Vorübergehend nutzte er den Keller dort als Lagerraum. Weil es aber sehr feucht war, räumte er den Raum wieder. Geplant ist anstelle des Einfamilienhauses nun eine grosse Werkstatthalle, die auf dem neusten Stand der Technik ist. Den Hauptteil im Neubau beansprucht im Erdgeschoss die rund 270 Quadratmeter grosse Werkstatt mit einer 1,6 Meter tiefen Arbeitsgrube. Ausserdem sind Bereiche fürs Bohren, für die Drehbank und fürs Schweissen vorgesehen.

Halle ist knapp zehn Meter Höhe

Für die Hydraulik und das Werkstattbüro ist auf dem Plan je ein separater Raum eingezeichnet. Im Obergeschoss entstehen zwei Lager. Auch der Verbindungsbau zwischen dem knapp 10 Meter hohen Neubau mit breitem Vordach und der bestehenden Werkstatt soll als Lager dienen. Das Baugesuch liegt noch bis zum 2. Juni in der Gemeindeverwaltung Effingen öffentlich auf. Im alten Gebäude soll der Aufenthaltsraum bestehen bleiben und ein Laden für Kleingeräte eingerichtet werden.

Der Landmaschinen-Branche scheint die Arbeit noch lange nicht auszugehen, wie der 55-jährige Betriebsinhaber bei einem Augenschein vor Ort verrät. Das ist eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es in der Schweiz immer weniger Landwirtschaftsbetriebe gibt. Neben Traktoren sind etwa auch Anhänger, Rasenmäher und Spaltmaschinen sehr gefragt.

Grosses Interesse an Ausbildung

Müller ist eine solide Fachausbildung wichtig. Deshalb unterrichte er auch mit viel Freude an der Berufsschule Lenzburg, fährt er fort. Nachwuchsschwierigkeiten scheint er nicht zu kennen. «Wir haben etwa zehn Schnupperlehrlinge pro Jahr, von denen sich acht für die Ausbildung eignen würden», sagt Müller und lächelt.

Von seinen festangestellten Landmaschinenmechanikern sind alle ehemalige Lehrlinge, die teilweise anderswo Berufserfahrung gesammelt hatten und wieder zurückkamen. Läuft alles rund, will Jürg Müller im Neubau weitere Arbeitsstellen schaffen. Auch seine Nachfolge hat der 55-Jährige bereits geregelt.

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