In Rheinfelden sei nach der Fasnacht in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag ein 56-jähriger Mann nach einer Auseinandersetzung mit drei weiteren Personen in den Bach gestürzt und habe sich Verletzungen am Kopf zugezogen.

So vermeldete es die Kantonspolizei am Wochenende und suchte Zeugen. Ursprünglich ging die Polizei von einem Raubdelikt aus. Im Rahmen der Ermittlungen hat sich nun aber gezeigt, dass der stark alkoholisierte Mann aus dem südbadischen Raum «nicht Opfer einer Gewalttat wurde». Dies gab Polizeisprecher Roland Pfister gestern bekannt.

Ausser diesem Zwischenfall blieb die Lage weitgehend ruhig. «Wir hatten in den letzten Tagen lediglich eine Meldung, die wir mit den Fasnachtsveranstaltungen in Verbindung bringen konnten», sagt Werner Bertschi, Chef der Polizei Oberes Fricktal.

Ein betrunkener Fasnächtler konnte am Sonntagabend am Bahnhof Frick das Taxi nicht zahlen. Bertschi zieht deshalb eine positive Bilanz. Sowohl die präventive Präsenz bei Veranstaltungen als auch der Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten an den verschiedenen Veranstaltungen hätten wohl dazu beigetragen, so Bertschi.

«Nit stoh bliebe … es goht wieter» – und zwar grenzüberschreitend

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Mehr als 1800 Narren sorgten beim Umzug am Sonntag durch die beiden Rheinfelden für ein buntes, fasnächtliches Treiben.

Zwei Ambulanzeinsätze

Auch beim Gesundheitszentrum Fricktal spricht man von einer «ziemlich ruhigen» Fasnacht. «Der Krankenwagen musste fasnachtsbedingt nur zwei Mal ausrücken», sagt Jennifer Küng. Die Einsätze seien jedes Jahr etwa im selben Rahmen.

Gleiches gilt für die Anzahl Personen, die wegen zu grossen Alkoholkonsums in die Spitäler eingeliefert werden. Am vergangenen Wochenende waren es gemäss Küng in Laufenburg drei Personen. Im Spital Rheinfelden wurden 18 alkoholisierte Personen behandelt.

Häxefüür: Im dunklen Laufenburg sind gfürchige Figuren unterwegs

Häxefüür: Im dunklen Laufenburg sind gfürchige Figuren unterwegs

 Im völlig dunklen Städtli wandelten am Samstag Hexen, Dämonen und Feuerspeier durch die Nacht. Das Häxefüür ist Teil der Laufenburger Städtlefasnacht und jährte sich heuer zum 17. Mal. 

Statue beschädigt

Erfreut über die wenigen Zwischenfälle sind die Organisatoren. «Wir sind zufrieden, es blieb ruhig», sagt etwa Dominik Brunner, der im Vorstand der Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden für die Sicherheit zuständig ist. Auch Roman Maier, Sicherheitschef der Laufenburger Städtlefasnacht, spricht von einer «fröhlichen und aufregenden Städtlefasnacht». Nennenswerte Zwischenfälle habe es dabei kaum gegeben.

Einen Wermutstropfen gibt es aber in Laufenburg: Die Nepomuk-Statue auf der Laufenbrücke wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der schon mehrfach restaurierte Sternenkranz wurde heruntergerissen und dem Brückenheiligen um den Hals gelegt. Zudem wurde die Statue mit einem Schnauz «verziert». «Solche Aktionen finden wir überhaupt nicht toll», betont Maier.

Fasnacht in Rheinfelden – die Bilder: