Kaisten

Der Bauboom wird Fasnachtsmotto

Die Fasnacht in Kaisten steht 2021 unter dem Motto Boom Boom Bou-Boom. Dieses wurde am 11.11. präsentiert.

Die Fasnacht in Kaisten steht 2021 unter dem Motto Boom Boom Bou-Boom. Dieses wurde am 11.11. präsentiert.

Die Kaister «Haldejoggeli» präsentierten die Plakette – coronakonform im kleinen Rahmen.

Während der Fasnacht ist bekanntlich alles etwas anders als sonst. Bedingt durch die Coronapandemie, könnte es nun aber 2020/2021 die Fasnacht selbst sein, die etwas in Unordnung kommt und deutlich anders ausfällt wird, als es die Närrinnen und Narren gewohnt sind. Ein Vorgeschmack darauf wurde am gestrigen 11.11. – traditionell der Tag, an dem die Fasnachtssaison eröffnet wird – in Kaisten gegeben. Dampfende Mehlsuppe, «Sauschwänzli» und «-schnörrli» sowie Tschättermusik, sonst unverwechselbare Markenzeichen des Beginns der Fasnacht in Kaisten, suchte man gestern nämlich vergeblich.

Ein Motto mit Blick auf das Baufieber im Dorf

Und dennoch: «Auch in unsicheren Zeiten braucht es positive Zeichen», heisst das Motto der «Chaischter Haldejoggeli». So liess es sich die Kaister Fasnachtsgesellschaft, allen voran Narrenvater Marco Zaugg, auch gestern nicht nehmen, auf dem «Joggeliplatz» die Fasnacht zu proklamieren sowie Plakette und das Motto der Fasnacht 2021 bekannt zu geben. «Boom Boom Bou-Boom» lautet der närrische Kommentar auf das Baufieber, das derzeit in der Gemeinde Kaisten grassiert.

Natürlich findet der närrische Spott über die umfangreichen Bauvorhaben, die tradi- tionelle Liegenschaften verschwinden lassen, rund 100 neue Wohneinheiten schaffen und somit das Bild des Mitteldorfes deutlich verändern dürften, auch auf der Plakette ihren Ausdruck. Sie wurde wiederum von der langjährigen Gestalterin Susanne Hörth entworfen und zeigt neben der Kirche und dem Gemeindehaus auch einen ­Baukran sowie einen «Haldejoggeli» samt Schaufel.

Einige Anlässe im Freien sollen stattfinden

Ersatzlos gestrichen wird die Fasnacht also nicht. Mit verbindlichen Ankündigungen hält sich der Narrenvater aus verständlichen Gründen jedoch zurück. Die «Haldejoggeli» werden in jedem Fall bemüht sein, so viel wie möglich von der traditionellen Kaister Fasnacht zu bewahren, kündigt Zaugg an. Gerade auf Anlässe wie etwa die Freilassung des Joggeligeistes oder die Tschättermusiken, die ohnehin im Freien stattfinden, werde man wohl nicht verzichten müssen. Welche Anlässe nun «in speziellen Rahmen» stattfinden werden und welche definitiv abgesagt werden müssen, könne er noch nicht mit ­Sicherheit sagen, so Zaugg. Das Organisationsteam sei eine «erfahrene Truppe», die schnell auf veränderte Situationen und Bestimmungen reagieren könne. «Je nach den aktuellen Möglichkeiten lässt sich dann der eine oder andere Anlass noch aus dem Ärmel schütteln», verspricht Zaugg.

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