Fussball
Der FC Frick steigt in die oberste Liga auf - zumindest, was den Rasen angeht

Das neue Kunstrasenfeld auf der Anlage des FC Frick ist fertig, jetzt wird das Rasenfeld komplett neu gebaut. Im Frühling 2014 sollen die ersten Spiele darauf stattfinden - dann soll auch dem sportlichen Wideraufstieg nichts im Weg stehen.

Nadine Böni
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Spatenstich beim FC Frick: Harri Widmer, Susanne Gmünder Bamert, Hans Graber, Hans Reimann, Regine Leutwyler, Anton Mösch, Adrian Köchli und Ruedi Schmid.

Spatenstich beim FC Frick: Harri Widmer, Susanne Gmünder Bamert, Hans Graber, Hans Reimann, Regine Leutwyler, Anton Mösch, Adrian Köchli und Ruedi Schmid.

Nadine Böni

Um im Jargon des Fussballs zu bleiben: Die Bauarbeiten auf der Anlage des FC Frick gehen in die zweite Halbzeit. Die erste Halbzeit wurde im Herbst vergangenen Jahres beendet, als das neue Kunstrasenfeld eröffnet werden konnte. Anpfiff zur zweiten Halbzeit war am Freitagmorgen, beim Spatenstich für das neue Rasenfeld.

«Totalneubau statt Sanierung»

Dabei handle es sich mehr um einen Totalumbau denn um eine Sanierung, wie Planer Hans Graber von der Wolf Hunziker AG mit Sitz in Basel erklärt. Das Hauptfeld erhält nämlich einen komplett neuen Unterbau. Vier Schichten umfasst dieser: Vom Baugrund, der zurzeit bereits in Arbeit ist, über eine Humus- und eine Sandschicht bis schliesslich zu einer Spezialschicht, in die der neue Rasen gesät wird. Im Rasen eingebaut sind ein Abwassersystem sowie eine Bewässerungsanlage für die optimale Pflege.

«Der FC Frick erhält für einen normalen Preis einen sehr guten Rasen - ein Rasenfeld der allerneuesten Generation», verspricht der Planer. Die Kosten bewegen sich dabei im Rahmen, den die Gemeindeversammlung im Herbst 2011 vorgegeben hatte. Damals sprach die Versammlung für den Umbau des alten Sandplatzes in ein neues Kunstrasenfeld und die Sanierung des Hauptspielfelds einen Kredit von insgesamt 1,3 Millionen Franken. Die Gemeinde Frick beteiligt sich daran mit 800 000 Franken, Gipf-Oberfrick mit 200 000 Franken, der Swisslos-Sportfonds Aargau mit ebenfalls 200 000 Franken sowie der FC selber mit 100 000 Franken.

Besonders erfreulich ist, dass die Kosten für den Kunstrasen so tief gehalten werden konnten, dass im gesprochenen Kredit auch gleich noch eine neue Flutlichtanlage Platz hatte. «Während vorher 19 Scheinwerfer mehr oder weniger die Umgebung beleuchteten, sind es jetzt noch 12 Scheinwerfer», sagt Graber. Die Masten wurden um drei Meter erhöht, das Licht fällt somit direkter und gleichmässiger auf den Rasen - und es wird rund ein Drittel weniger Strom verbraucht.

Im Frühling das erste Spiel

Das Projekt befinde sich bisher perfekt im Terminplan. Graber rechnet damit, dass im August mit dem Einsähen des Rasens begonnen werden kann. «Vorher macht das auch wenig Sinn, in der Hitze des Sommers», erklärt er. Und kommt dann nicht "ein verrückter Herbst oder ein verrückter Winter" dazwischen, können im April vielleicht die ersten Junioren auf dem neuen Feld spielen, zeigt Graber den Zeitplan auf. Bis dahin trainieren und spielen die Mannschaften des FC Frick auf dem neuen Kunstrasenfeld.

Bei Hans Reimann, dem Ehrenpräsidenten vom FC Frick und bei Gemeindeammann Anton Mösch spriessen derweil schon die ersten Ideen für die Einweihung des Hauptfelds. So soll der FC Frickingen - also die Fussballer aus der Partnergemeinde Fricks - zum Eröffnungsspiel geladen werden. Und dann, so hofft Mösch, könne «nächstes oder spätestens übernächstes Jahr» der Wideraufstieg in die 2. Liga angestrebt werden. Denn dem neuen Rasen kann dann definitiv nicht die Schuld gegeben werden, wenn ein Pass misslingt oder eine Flanke nicht ankommt.

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