Renaturierung

Der Magdenerbach soll aufgewertet werden - für 2,4 Millionen Franken

Thomas Müller, Präsident vom Fischereiverein Magdenerbach setzt zusammen mit den Schulkindern die Lachse in den Magdenerbach ein.

Mit dem 2,4-Millionenprojekt soll der Magdenerbach aufgewertet werden.

Thomas Müller, Präsident vom Fischereiverein Magdenerbach setzt zusammen mit den Schulkindern die Lachse in den Magdenerbach ein.

Mit dem Projekt soll der Bach auf 1,6 Kilometern revitalisiert werden. Damit will man die Lebensbedingungen für die Bachbewohner verbessern. Die Kosten werden zu 80 Prozent vom Bund übernommen.

Der Magdenerbach soll auf einer Länge von 1,6 Kilometern revitalisiert respektive renaturiert werden, um den ökologischen Wert zu vergrössern und die Lebens­bedingungen für die Gewässerbewohner zu verbessern. Ein entsprechendes Baugesuch des Kantons liegt ab Montag auf den Gemeindekanzleien von Rheinfelden und Magden auf.

Der Bach, der auch im Sommer stets Wasser führt, gilt als gutes Fischgewässer und wurde deshalb vom Kanton als Lachsbesatzgewässer ausgewählt. Allerdings weist er ökologische Defizite auf. «Die Sohle ist viel zu breit, der Bach hat eine sehr kleine Tiefenvariabilität und die Ufervegetation steht nicht in Verbindung mit dem Gewässer», erklärt Christian Tesini vom Departement Bau, Verkehr um Umwelt.

Das 2,4 Millionen Franken teure Projekt ist in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt wird eine Revitalisierung mit sogenannten «In-­stream Massnahmen» angestrebt. «Das bestehende Gerinne soll mit Strukturen bereichert werden, sodass vor allem die Tiefenvariabilität zunimmt und einige tiefere Kolke entstehen können», sagt Tesini. Im zweiten Abschnitt strebt der Kanton eine Renaturierung an. «Der Bach soll sein ursprüngliches natürliches Längsgefälle und einige Kurven zurückerhalten.»

Der Bund übernimmt den Hauptteil der Kosten

Um den Bach in ein neues, schmaleres Gerinne zu verlegen, ist eine grössere Fläche nötig. «Zudem soll neben dem Bach eine aktive und vernetzte Aue entstehen können.» Aktuell beträgt die Fläche, die dem Kanton gehört, im Projektgebiet rund 17'532 m2. «Der zusätzliche Landbedarf zur Realisierung der geplanten Renaturierung liegt bei 23'035 m2», sagt Tesini. Der Grossteil der benötigten Fläche ist in Besitz der Feldschlösschen Supply Company AG (rund 19'546 m2). Die restliche Fläche gehört insbesondere den beiden Gemeinden Rheinfelden und Magden.

An den Kosten wird sich der Bund mit 80 Prozent beteiligen. Den Rest teilen sich die beiden Gemeinden, der Kanton «und allenfalls noch Dritte», so Tesini. Dies werde noch abgeklärt. Durchgeführt werden sollen die Arbeiten 2021, die Bauzeit beträgt neun bis zwölf Monate.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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