Kaiseraugst

Der Robotervogel hat es geschafft: Er hat die Krähen vertrieben

Der «Robird» schafft es, die Krähen in der Liebrüti zu vertreiben – und dürfte daher auch in Zukunft seine Kreise in der Siedlung ziehen.

Der «Robird» schafft es, die Krähen in der Liebrüti zu vertreiben – und dürfte daher auch in Zukunft seine Kreise in der Siedlung ziehen.

Seit Jahren kämpft die Gemeinde Kaiseraugst gegen die Krähenproblematik. Nun scheint sich eine Lösung gefunden zu haben: Der Gemeinderat zieht ein positives Fazit zum Einsatz des «Robirds» in der Liebrüti – weitere Flüge im Kampf gegen Krähen sind angedacht.

Der künstliche Falke hat im Kampf gegen die Krähen in Kaiseraugst Wirkung gezeigt. Drei Wochen nach der Vergrämungsaktion mittels dem Robotervogel «Robird» zieht der Kaiseraugster Gemeinderat Jean Frey jedenfalls ein positives Fazit. «Die Krähen konnten vergrämt werden. Es ist eine merkliche Reduktion festzustellen, vor allem in der Überbauung Liebrüti.» Das habe auch zu «vielen positiven Reaktionen und Feedbacks» aus der Bevölkerung geführt.

Der «Robird» war in der Liebrüti ab Anfang August während dreier Wochen regelmässig im Einsatz. Verteilt über diese Zeit war der Falke 83-mal in der Luft. Dies ist weniger als ursprünglich geplant, aber die Wettersituation – Regen und Winde – liess nicht mehr Flüge zu.

Kaiseraugst kämpft mit Falken-Drohne gegen Krähen

6. August: Marcel Maurer, CEO der Zürcher Firma Eagle Eye Multicopter Services GmbH, führt den Robotervogel «Robird» vor.

Und: Rund zwei Drittel der Krähen konnten vorerst vertrieben werden, sagte Marcel Maurer, CEO der Firma Eagle Eye Multicopter Services, kurz nach dem Einsatz.

Die Krähen haben sich neue Schlafstellen gesucht

Inzwischen haben Maurer und die Gemeinde sich erneut zu einer Besprechung getroffen und die Lage analysiert. So hat sich gezeigt, dass inzwischen zwar «Krähen in kleinerer Anzahl» in die Siedlung zurückgekehrt seien, sagt Jean Frey. «Es sind aber weniger Krähen in der Liebrüti. Die Krähen haben ihre Schlafstellen angepasst.» Sprich: Sie haben sich Schlafstellen ausserhalb der Siedlung gesucht. Die Vergrämungseffizienz werde mit bis gegen 70 Prozent beziffert, so Frey.

Das sind gute Nachrichten für die Gemeinde, die seit Jahren gegen die Krähenproblematik in der Liebrüti-Siedlung ankämpft. Der Kampf geht auch nach den nun verzeichneten Erfolgen weiter. Der Gemeinderat wird ein ausgearbeitetes Massnahmenpaket umsetzen. Dazu gehören der Nahrungsentzug, die Vegrämung und der Abschuss. Zurzeit fänden Abklärungen betreffend Nahrungsentzugs statt, sagt Frey. Zudem wurden vor einigen Wochen zwei Grünmulden mit Deckeln versehen.

Und auch der «Robird» dürfte in Zukunft wieder seine Kreise in der Liebrüti ziehen. «Der Gemeinderat wird die Situation in einigen Wochen noch einmal analysieren», sagt Frey. Weitere Flüge aber sind angedacht. «Die Termine sind mit Marcel Maurer provisorisch abgesprochen und budgetiert.» Die Flüge sollen nach der eingehenden Analyse durch den Gemeinderat definitiv in Auftrag gegeben werden.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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