Laufenburg

Der Stadtrat macht weiter Dampf: Die 10-Millionen-Franken-Marke im Visier

Über 2,5 Millionen Franken investiert die Stadt in den «Adler». Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal 2021 starten.

Über 2,5 Millionen Franken investiert die Stadt in den «Adler». Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal 2021 starten.

Bei grünem Licht für zwei weitere Baukredite hat der Laufenburger Stadtrat die Hälfte der Mittel für sein Altstadtkonzept aufgebraucht. Die Zinssätze oder auch eine pandemiebedingte Nachfrage nach ländlichem Wohnraum haben sich positiv auf die Umsetzung ausgewirkt.

Der Laufenburger Stadtrat macht weiter Dampf mit der Umsetzung seines Altstadt­konzepts. Dies zeigt der Blick auf die Traktanden der nächsten Gemeindeversammlung. Hier stehen gleich zwei Kreditanträge in Millionenhöhe für Liegenschaften auf der Liste: 3,27 Millionen Franken will der Stadtrat in den Ersatzneubau des Mehrfamilienhauses an der Kleinstadt 4 im Ortsteil Sulz investieren. Mit 2,53 Millionen Franken möchte der Stadtrat die Taverne zum Adler am Laufenburger Marktplatz aufwerten.

Sagt die Gemeindeversammlung zu beiden Kredit­anträgen Ja, hat der Stadtrat etwa die Hälfte seines Investitionskredites – rund zehn Millionen Franken – für den Kauf und die Sanierung für Liegenschaften in der Laufenburger Altstadt und in der Sulzer Dorfkernzone ausgegeben. 2016 hatte der Souverän den Stadtrat ermächtigt, hierfür 20 Millionen Franken zu investieren. Dies, um nach dem Motto «kaufen, sanieren, vermieten» das gesellschaftliche Leben aufzuwerten und die Sozialhilfequote zu senken.

Erfolgreiche Mietersuche für die Marktgasse 169

Bereits abgeschlossen in diesem Frühling hat der Stadtrat das Projekt der Liegenschaft an der Marktgasse 169 mit insgesamt fünf Wohnungen. Knapp eine Million Franken hat er hierfür investiert. «Die freundliche Fassade wertet die Altstadt sichtbar auf. Die Wohnungen waren vermietet, bevor die Farbe trocken war», sagt Vizeammann Meinrad Schraner.

Im April 2021 sollen die fünf neuen Wohnungen, die im alten Pfarrhof in Sulz entstehen, bezugsbereit sein. Hier sind die Rückbauarbeiten abgeschlossen; der Abschluss der Rohbauarbeiten ist auf Ende Jahr terminiert. «Wir haben bereits eine Mietvereinbarung abgeschlossen. Anfragen von weiteren Interessenten liegen vor», sagt Schraner. 1,83 Millionen investiert die Stadt in den Umbau und die Sanierung des geschichtsträchtigen Gebäudes, das sich bereits in ihrem Besitz befand.

Bauzeit von 15 bis 18 Monaten

Die Taverne zum Adler wird mit Gesamtinvestitionen von über vier Millionen Franken das bisher teuerste Projekt im Zuge des Altstadtkonzepts. Baubeginn ist hier – Zustimmung zum Kredit vorausgesetzt – im zweiten Quartal 2021. «Wir rechnen mit einer Bauzeit von 15 bis 18 Monaten bis zum Abschluss und zum Wiederbezug der Liegenschaft», so Schraner. Das Restaurant im Erdgeschoss soll neu in Richtung Marktplatz ausgerichtet werden. Im ersten Obergeschoss sind Büroplätze vorgesehen. Im zweiten Obergeschoss sollen neu vier Wohnungen entstehen; drei Atelierwohnungen sind im Dachgeschoss vorgesehen.

Zunächst sollen geplante Projekte abgeschlossen werden

Ebenfalls im zweiten Quartal 2021 ist der Baustart für das 3,27 Millionen Franken teure Projekt an der Sulzer Kleinstadt 4 geplant. Hier gehen die Arbeiten mit dem Rückbau der bestehenden Liegenschaft los. Bezugsbereit sein sollen die insgesamt acht Wohnungen im vierten Quartal 2022.

«Vorerst», so der Vizeammann, «sind keine weiteren Zukäufe» geplant. So seien die Ziele zunächst, die geplanten Projekte erfolgreich abzuschliessen, alle Wohnungen zu vermieten sowie für ein gutes Wohnklima und eine gute Wohnumgebung zu sorgen. «Dazu gehören auch die laufenden Infrastruktur­projekte mit der Oberflächen­gestaltung und den Werkleitungen sowie die Mobilitätsplanung mit einer deutlichen Verbesserung der ÖV-Erschliessung.»

Vom Konzept nach wie vor überzeugt

Seit der Zustimmung zum Investitionsprogramm habe es einige Parameter gegeben, die sich positiv auf die Umsetzung des Projekts ausgewirkt haben. Schraner nennt hier etwa die Zinssätze oder auch eine pandemiebedingte Nachfrage nach ländlichem Wohnraum. Auf der anderen Seite gebe es ein Überangebot an Wohnungen. Trotzdem: «Wir sind von unserem Konzept, mit dem wir attraktive und moderne Wohnungen in einer einmaligen, vielseitigen und lebensfähigen Altstadt und Dorfkernzone schaffen, überzeugt», so Schraner.

Autor

Dennis Kalt

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