Handball

Der TV Möhlin setzt seine Siegesserie fort und bleibt weiterhin makellos

Alexander Velz (l.) – hier gegen Biel – erweist sich in den ersten Spielen als grosse Verstärkung für den TV Möhlin.

Alexander Velz (l.) – hier gegen Biel – erweist sich in den ersten Spielen als grosse Verstärkung für den TV Möhlin.

Trotz einer Verletzung des Spielmachers Florian Wirthlin gewannen die Handballer des TV Möhlin auswärts beim TV Steffisburg – Alexander Velz erwies sich im Spiel als Trumpf. Spannend blieb es jedoch bis zum Schluss.

Den Handballern des TV Möhlin (TVM) gelingt der perfekte Start in die neue NLB-Meisterschaft. Nach dem frühen Cup-Aus unter der Woche bei Stäfa – wo das Team von Jürgen Brandstaeter wegen Stau im Berufsverkehr zu spät und nach einem langen Arbeitstag denkbar suboptimal vorbereitet antreten musste –, gelang dafür der dritte Sieg in Folge in der Meisterschaft. Und er fühlte sich besonders gut an.

Dabei musste der TVM auf Spielmacher Florian Wirthlin verzichten. Er hatte sich am Donnerstag in Stäfa eine Knieverletzung zugezogen und fällt vorläufig aus. Davon liess sich das Team beim Auswärtsspiel im Berner Oberland aber nicht verunsichern. Der TV Steffisburg hatte seine ersten beiden Auswärtspartien gegen Baden und Stans, beides anspruchsvolle NLB-Gegner, verloren und wollte vor Heimpublikum die ersten Punkte einfahren.

Die sehr junge Mannschaft mit einem noch jüngeren Torwart startete denn auch besser ins Spiel und erzielte den ersten Treffer. Torhüter Tim Zuege, knapp 18-jährig, parierte gleich mehrere Würfe der Möhliner Offensive. Der TVM machte einige Fehler und musste Tore des Gegners in Kauf nehmen: 5:2 lautete der Spielstand nach neun Minuten.

Dann kam die Wende. Nach einer Parade von Rok Jelovčan sowie einem Foul an Manuel Csebits und einem anschliessend verwerteten Siebenmeter durch Alexander Velz glich Möhlin die Partie aus. Und es kam noch besser: Yannik Lang brachte die erstmalige Führung und Alexander Velz erhöhte zum 7:5 (18.). In der 20. Spielminute sah Steffisburgs Ivan Chernov zudem Rot. Möhlin konnte mit einer 9:8-Führung in die Halbzeit.

Unerwartete Spannung bis zum Schluss

In Durchgang zwei kam deutlich mehr Tempo auf. Möhlin baute seinen Vorsprung langsam aus, aber auch Steffisburg glänzte mit exzellenten Flügelwürfen. Die Möhliner durften sich mehrmals bei Torhüter Rok Jelovčan bedanken. 24:17 stand es nach 48 Minuten. Die Vorentscheidung war dies allerdings nicht – denn ein Timeout der Berner Oberländer zeigte Wirkung, sodass das Heimteam auf 25:26 verkürzen konnte. Gute fünf Minuten waren da noch zu spielen.

Der Adrenalinspiegel stieg merklich, auch beim mitgereisten Fanpublikum. In der umkämpften Endphase bewahrte Möhlins Keeper Jelovčan einmal mehr die Ruhe und Übersicht. Er parierte entscheidend und als dann Alexander Velz 30 Sekunden vor Schluss zum 28:26 traf, war der Sieg endlich Gewissheit. Das dürfte Selbstvertrauen für das nächste Spiel geben – das Derby am Samstag im Steinli gegen den TV Birsfelden.

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