Frick

Dichte Grenze sorgte für Ansturm: Die Fricktaler Golfer parkieren jetzt unter der Driving Range

Die neue Einstellhalle bei der Golfanlage in Frick hat 46 Abstellplätze.

Die neue Einstellhalle bei der Golfanlage in Frick hat 46 Abstellplätze.

Die dichte Grenze sorgte in den letzten Wochen für einen Ansturm auf der Fricker Golfanlage. Auch unter der Woche waren viele Besucher, die ansonsten in Deutschland ihrem Hobby nachgehen, in grossen Mengen anzutreffen. Eine neue Einstellhalle soll nun allen Golfern Platz bieten.

Für Heiner Herzog, Besitzer der Golfanlage in Frick, war der 11. Mai ein Tag der Freude. Und das gleich aus mehreren Gründen. Einerseits, weil ab da die eigenen Golfclub-Mitglieder auf dem Frickberg wieder das Eisen schwangen. Andererseits, weil auch Golfer aus der Region, die für gewöhnlich auf den Anlagen im deutschen Rickenbach oder Bad Bellingen abschlagen, auf den Frickberg pilgerten. Der Grund hierfür war die bis zum 15. Juni andauernde Grenzschliessung zwischen der Schweiz und Deutschland. So sagt Herzog denn auch, dass die Anlage – anders als für gewöhnlich – auch unter der Woche stets belegt war.

Dies spülte zwar einen ordentlichen Ertrag an Grüngebühren ein, die Verluste durch den Lockdown konnten aber nicht ganz kompensiert werden. Zumal auch die Einnahmen aus dem Betrieb des «Frickberg­stübli» über einen Zeitraum von zwei Monaten flöten gingen.

Rund eine Million Franken betrugen die Kosten

Doch mittlerweile ist die Normalität auf der Anlage zurück. Einzig das Schutzkonzept zwingt die Spieler zu leichten Verhaltensanpassungen. «Die Fahnenstange im freien Spiel etwa sollten nicht mehr angefasst werden», nennt Herzog als Beispiel. Zudem wurden die Startintervalle zwischen einzelnen Gruppen auf der Anlage vergrössert.

Mit der Wiedereröffnung der Golfanlage stellte die Golf Fricktal AG gleichzeitig die neue Einstellhalle – unterhalb der Driving Range – mit 46 Parkplätzen fertig. Rund eine Million Franken betrugen die Kosten für den Bau, bei dem 860 Kubikmeter Beton und 110 Tonnen Eisen verarbeitet wurden. Der Bau war nötig, weil die Parkplätze knapp wurden und die bisherigen teilweise nicht mehr zonenkonform waren.

Herzog sagt, dass man bei den Aushubarbeiten Glück mit dem Wetter hatte. «So konnten die 3000 Kubikmeter Erde in rund einer Woche abgetragen werden.» Wichtig sei es dann anschliessend gewesen, die vier bis fünf Meter hohe Erdwand, die im steilen Gelände stand, gegen ein Abrutschen abzusichern. «Nun sind die Fahrzeuge auch vor der Witterung, etwa vor der heissen Sonne im Sommer, geschützt», sagt Herzog.

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Autor

Dennis Kalt

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